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MeToo-Debatte sorgt für Rückenwind

31.3.2019 13:56 Uhr

Es ist das Festival der Pionierarbeit - das Frauenfilmfestival, das am 9. April beginnt und am 14. April endet. In Dortmund werden 130 Filme aus 38 Ländern gezeigt, bei denen vorzugsweise Frauen Regier führten. Die Bandbreite ist enorm: Vom abendfüllenden Programm bis zum einminütigen Kurzfilm ist alles vertreten. Und die Debatte um #MeToo hat dem Event den positiven Rückenwind gegeben, den das Festival verdient.

Die MeToo-Debatte hat dem renommierten Internationalen Frauenfilmfestival, das am 9. April in Dortmund beginnt, Rückenwind beschert. Die Auswahl relevanter Produktionen von Filmemacherinnen sei durch Diskussionen über die Rolle von Frauen in der Filmbranche zuletzt deutlich größer geworden, sagte Festival-Sprecherin Stefanie Görtz. Das lasse sich auch auf unzählige Initiativen von Kolleginnen in aller Welt zurückführen. «Binnen weniger Jahre haben sich Räume geöffnet, deren Ergebnisse sich bereits positiv an den Produktionen ablesen lassen», sagte Görtz.

130 Filme aus 38 Ländern - von Frauen nicht nur für Frauen

Zuschauer können sich bis zum 14. April in mehreren Dortmunder Kinos ein eigenes Bild davon machen: Insgesamt werden 130 Filme aus 38 Ländern gezeigt - überwiegend von Regisseurinnen. «Das geht vom Einminüter bis zum abendfüllenden Spielfilm, vom aktuellen Wettbewerbsfilm bis zum Archiv-Schatz», sagte Görtz.

Seit vergangenem Jahr steht das Festival unter neuer künstlerischer Leitung: Maxa Zoller, Filmkuratorin und Expertin für Experimentalfilme, hat nach über dreißig Jahren Silke Räbiger abgelöst und nun ihr erstes Programm für Dortmund kuratiert. Thematisch stehen die Filme unter dem Motto «Bilderfallen: Täuschung, Tarnung, Maskerade». Sie befassen unter anderem mit dem Umgang von Mehrdeutigkeiten, blinden Flecken der Geschichtsschreibung oder mit der Kraft von Trugbildern.

Im diesjährigen Wettbewerb konkurrieren acht Spielfilme um den mit 15 000 Euro dotierten Preis für die beste Regie. Das Festival, das inzwischen im jährlichen Wechsel in Köln oder Dortmund stattfindet, ging in den 1980er-Jahren aus der Frauenbewegung hervor.

(ce/dpa)

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