Schneesturm fegt über Hannover IMAGO / localpic

Meterhohe Verwehungen - Schneesturm ist noch nicht vorbei

7.2.2021 12:23 Uhr

Bis zu 32 Zentimeter Neuschnee, Windböen von bis zu 80 Kilometern pro Stunde und meterhohe Verwehungen: Der erwartete Schneesturm hat vor allem die Mitte Deutschlands getroffen - und er ist noch nicht ausgestanden. Im Fernverkehr der Bahn kommt es zu größeren Einschränkungen.

Schneeberge in Ostwestfalen, Eisregen im Ruhrgebiet: Der heftige Wintereinbruch bringt die Räumdienste an ihre Grenzen. Die Polizei musste spiegelglatte Autobahnen sperren, es gab Hunderte Unfälle, bei der Bahn fallen Züge wegen vereister Oberleitungen aus. Busse stehen vielerorts still. In Städten wie Bielefeld sind zahlreiche Straßen nicht passierbar. Autos stecken in tiefen Schneewehen fest.

Zwischen Hamburg und Nordrhein-Westfalen sowie zwischen Hamburg und Hannover verkehren keine Züge - zwischen Hamburg und Berlin komme es zu Einschränkungen, teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Internetseite mit. Ebenfalls nicht vom Fernverkehr angefahren werde die Region Leipzig/Halle. "Besonders starker Wind und Schneeverwehungen machen den Einsatzkräften zu schaffen", hieß es. Der Fernverkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden ist eingestellt.

Der Deutsche Wetterdienst warnt

Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach betonte am Morgen, der Schneesturm sei noch nicht vorbei. "Hotspots sind der Niederrhein, das Münsterland, Ostwestfalen, das nördliche Thüringen, das südöstliche Niedersachsen und das südliche Sachsen-Anhalt", sagte Meteorologe Simon Trippler.

Mit fünf bis zehn Zentimetern Schnee, lokal auch bis zu 20 Zentimetern müsse im Laufe des Sonntags noch gerechnet werden. Der Wind halte auch weiterhin an mit Sturmböen von bis zu 70 Kilometern pro Stunde. "Das ist auf keinen Fall durchgestanden. Damit müssen wir bis heute Abend warten."

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