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Mesut Özil - zwischen Pfennigfuchser und Wohltäter

22.4.2020 17:47 Uhr

Riesenwirbel um Mesut Özil mitten in der Corona-Krise: Übereinstimmenden britischen Medienberichten zufolge soll er einer von drei Spielern beim FC Arsenal sein, die eine Gehaltskürzung verweigern und nur eine Stundung ihres Salärs akzeptieren.

Der "Daily Mirror" schreibt, dass die Arsenal-Kicker 12,5 Prozent ihres Gehalts einsparen sollen. Dies soll bis März 2021 laufen. Falls Arsenal, derzeit auf Platz neun in der Premier League, doch noch die Champions League erreicht, würden die Spielern das Gehalt zurück erhalten, heißt es weiter. Özil gehört zu den Topverdiener im Fußball-Geschäft und kassiert im Jahr geschätzte 19 Millionen Euro.

Özil-Berater fordert mehr Transparenz

Özils Berater Erkut Sögüt verteidigte indirekt eine Verweigerung der Spieler auf einen Gehaltsverzicht. Er fordert in dem Zusammenhang mehr Transparenz von den Klubs. "Wenn ein Klub seine Spieler um eine Gehaltskürzung bittet, dann muss der Club nach meiner Meinung auch total transparent in Bezug auf die finanziellen Umstände sein", sagte Sögüt dem Onlinemagazin "The Athletic". Nur so könnten die Spieler eine "fundierte Entscheidung" treffen.

"The Independent" schreibt, dass Özil prinzipiell einverstanden sei, Gehaltseinbußen hinzunehmen, er müsse sich aber erst einmal eine genaue Übersicht verschaffen. Zugleich listet die Zeitung und auch das Boulevardblatt "The Sun" auf, welche wohltätigen Zwecke Özil bereits mit viel Geld unterstützt habe.

1000 Kindern Operationen bezahlt

So habe er beispielsweise 1000 Operationen für Kinder weltweit bezahlt, 100.000 Menschen in türkischen und syrischen Flüchtlingslagern die Ernährung finanziert oder mehr als 250.000 Euro für Kinder in Brasilien gegeben. Ein Kommentar zu den Berichten gibt es von Özils Management bislang noch nicht.

(bl)

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