imago images / Action Plus

Mesut Özil liefert schräge Erklärung für zu schnelles Fahren

7.11.2020 14:54 Uhr

Und plötzlich blitzt es – das kennen viele Autofahrer, wenn sie zu schnell gefahren sind. Am Ende geht es dann darum, den Führerschein zu behalten. Das widerfährt gerade dem Exweltmeister Mesut Özil, der derzeit beim FC Arsenal auf dem Abstellgleis steht, in England. Aber diesmal ist alles anders - oder zumindest skurrile Erklärungsversuch, mit dem der Kicker seine Geschwindigkeitsübertretung zu motivieren versucht. Er habe die Geschwindigkeit gesehen, aber Meilen mit Stundenkilometer verwechselt. Und das ist dann wirklich abenteuerlich.

Das kämpferische Element, das allem Anschein nach Trainer Mikel Arteta von seinem Schützling Mesut Özil auf dem Platz gerne gesehen hätte, zeigt er gerade in einer juristischen Angelegenheit auf der Insel. Er kämpft um den Erhalt seiner Fahrerlaubnis. Doch wie kam es dazu? Am 2. Juli war der Mittelfeldstar gegen kurz vor 12 Uhr auf einer Autobahn geblitzt worden. Auf dem Bild waren 97 mph zu erkennen, was rund 156 km/h entspricht. Erlaubt gewesen wären 70 mph, was circa 110 km/h entspricht. Damit lag der Kicker satte 27 Meilen über der Geschwindigkeitsbegrenzung. Auch auf der Insel wäre damit der Lappen erst einmal weg.

Özil kämpft um seinen Führerschein

Doch nun kommt es im Rahmen der Anhörung zum eher abenteuerlichen Versuch, diese Geschwindigkeitsübertretung zu erklären. Mesut Özil räumt ein, dass er zu schnell war. Doch der Grund sei gewesen, er habe Meilen mit Stundenkilometern verwechselt. Dabei zeigt sein Wagen, eine G-Klasse von Mercedes, mph und nicht km/h an. Zudem, so Özil, sei sein Wagen sehr leise, ein Automatik-Fahrzeug und zudem wäre die Autobahn komplett leer gewesen.

Den Führerschein würde er gerne behalten, weil er auf das Fahren angewiesen sei, um zum Training zu kommen. Zudem sei er in England noch niemals wegen Geschwindigkeitsübertretungen aufgefallen, sei demnach unvorbelastet. Er als Deutscher sei es gewohnt, dass Tachos km/h anzeigen – was das Gericht wohl eher als Vorwand ansehen wird, denn immerhin steht er seit Mitte 2013 beim FC Arsenal unter Vertrag und befährt englische Straßen von daher seit rund sieben Jahren. Auch das Argument, dass er eine Tochter im Alter von sieben Monaten habe, dürfte vor Gericht weniger ziehen. Özil, so heißt es, sei aber bereit, eine höhere Geldbuße zu zahlen, wenn er seinen Lappen behält. Ob das aus Gamingkreisen bekannte - und sehr verpönte - Motto "Pay to Win" auch bei Gericht greift, bleibt abzuwarten.

(ce)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.