Symbolbild: imago images / Norbert Schmidt

Messereinsatz bei Kinder-Fußballturnier

30.6.2019 15:50 Uhr

Bei einem Fußballturnier für kleine Kinder - Jahrgang 2011 und jünger - in Solingen kam es am Samstag zu einem folgenschweren Streit. Dabei wurde einer der beteiligten Väter mit einem Messer verletzt. Über den Auslöser des Streites gibt es unterschiedliche Darstellungen, die teils ganz gravierend voneinander abweichen. Was wirklich geschehen ist, müssen wohl erst die Behörden ermitteln.

Wie zuerst durch die "Rheinische Post" berichtet wurde, kam es am Samstag auf der Sportanlage Flockertsholzer Weg in Solingen zu unschönen Vorfällen, die während eines Fußballturniers für Kinder stattfanden. Dabei kam es wohl an der Seitenlinie einer Turniers für Kicker vom Jahrgang 2011 und jünger zum Streit zwischen den Eltern, der am Ende massiv eskalierte. Ein 47-Jähriger wurde von einem 45-Jährigen mit einem Messer verletzt und musste ambulant im Krankenhaus behandelt werden. Der mutmaßliche Täter verließ nach der Tat die Sportanlage und wurde von der Polizei später in seiner Wohnung angetroffen. Er hatte wohl seinen Sohn auf dem Platz zurückgelassen und sich aus dem Staub gemacht.

Unterschiedliche Darstellungen zum vermeintlichen Tathergang

Unterschiedliche Darstellungen gibt es von angeblich anwesenden Zeugen zum Hergang der Tat. Da wird teilweise berichtet, der Vater sei in Arbeitskleidung auf dem Gelände gewesen und habe darum wohl das Messer bei sich geführt. Er, der spätere vermeintliche Täter, sei angeblich von bis zu neun Vätern der gegnerischen Mannschaft verbal und in Ansätzen auch körperlich bedrängt oder attackiert worden, woraufhin er das Messer zog. Das wird von der Gegenseite gänzlich anders gesehen, die den Vater als Mitglied bei Bayer Wuppertal identifziert hatte.

Sie schrieb der Trainer des gegnerischen Teams, Okan Karasu, auf seinem Facebook-Account, der Vater und spätere Angreifer sei "vollkommen ausgerastet." Von einem Disput im Vorfeld der Attacke mit dem Messer ist dort jedoch nicht die Rede. Hier wird der Eindruck vermittelt, der "Messerangreifer" sei "ansatzlos" auf die gegnerischen Eltern losgegangen. Ein Szenario, was im Grunde kaum vorstellbar erscheint. Es wurden Repressalien gefordert und der Angreifer, der mit einem Messer auf einer Sportanlage war, solle lebenslang gesperrt werden.

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(Hürriyet.de)