Hürriyet

Mersin: Ausgrabungen starten in der Zitadelle von Silifke

3.7.2020 18:22 Uhr

Die Zitadelle von Silifke befindet sich auf einem Hügel zwischen dem Taurus-Gebirge und dem Mittelmeer. Sie hat während ihrer gesamten Existenz mehrere Zivilisationen erlebt und ist bis heute in ihrer Pracht erhalten geblieben.

Nach dem Beginn der erneuten Ausgrabungsarbeiten erwarten die Archäologen wichtige Hinweise über die Geschichte des Bezirks Silifke in der südlichen Provinz Mersin. Die ersten Ausgrabungen der ersten Burg der Römerzeit und später "Burgstadt" in der osmanischen Zeit begannen bereits im Jahr 2010 unter der Leitung von Ali Boran. Boran ist Professor an der Abteilung für Kunstgeschichte der Universität Ankara Haci Bayram Veli. Zehn Jahre später wird er somit nun erneut die wichtigen Ausgrabungen in Mersin leiten.

Aufgrund ihrer kommerziellen Lage hat die Burgstadt, in der bisher Spuren der römischen, byzantinischen, karamanidischen und osmanischen Zeit entdeckt wurden, viele Zivilisationen miterlebt. Die historische Festung bewahrt dieses Merkmale bis heute noch heute.

Ausgrabungen in Silifke

"Ausgrabungen ergaben, dass die Geschichte der Zitadelle bis 3.000 v. Chr. zurückreichen. In dieser Burg sind die Spuren wichtiger Zivilisationen zu finden, die in Anatolien ihren Lauf nahmen“, so Borans Worte.

Er erklärte, dass die Burg in der osmanischen Ära große Bedeutung als Burgstadt erlangte und fügte hinzu: "In der osmanischen Zeit war es ein Ort, an dem sowohl Handel als auch Alltag ihren Lauf nahmen. Innerhalb und außerhalb der Festung wurden neue Räume geschaffen. Es gibt viele Gebäude im Zentrum sowie rund um die Burg von Silifke.“

Tourismus in Silifke

Laut den Angaben von Boran seien die Ausgrabungen auch für den Tourismus sehr wichtig, denn die Zitadelle sei eine seltene Festung in Anatolien, die bis heute erhalten geblieben sei.

Silifke ist ein beliebter Sommerurlaubsort für Einheimische in der Region. Die Stadt beherbergt bereits alte Kirchen aus den frühen Jahren des Christentums und einen Tempel, der einst für den antiken griechischen Gott des Zeus gebaut wurde.

(gi)

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