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Merkel: Zum Schutz vor Coronavirus auf alle sozialen Kontakte verzichten

12.3.2020 23:23 Uhr

Während die Nachbarländer eines nach dem anderen die Schulen schließen, übergibt Bundeskanzlerin Merkel die Entscheidung darüber den Ländern. Allerdings solle "wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte verzichtet werden".

In Deutschland sollen nach den Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wegen der Corona-Krise alle nicht notwendigen Veranstaltungen abgesagt werden. Sie habe mit den Ministerpräsidenten der Länder verabredet, dass es einen "Verzicht auf alle nicht notwendigen Veranstaltungen mit unter 1000 Teilnehmern" geben solle, sagte Merkel am Donnerstagabend in Berlin. Neue Untergrenzen für die Teilnehmerzahlen gebe es dabei nicht.

Absagen, "was nicht dringend notwendig ist"

Generell solle, "wo immer es möglich ist, auf Sozialkontakte verzichtet werden", sagte Merkel. Die Frage, inwiefern Hochschulen, Schulen und Kitas geschlossen werden, solle jeweils in den Ländern anhand der Lage in den jeweiligen Regionen entschieden werden. In Bundesländern "mit dynamischem Geschehen" bei der Corona-Ausbreitung seien vorübergehende Schließungen, etwa durch eine Verlängerung der Osterferien, "eine Option".

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagte zu den Veranstaltungen, es solle abgesagt oder verschoben werden, "was nicht dringend notwendig ist". Er hob den Ernst der Lage hervor: "Durch Corona ist die Welt eine andere." Es handele sich um eine "echte Bewährungsprobe für unser ganzes Land". Die Lage verschlechtere sich täglich. "Wir brauchen keine Panik, aber wir brauchen entschlossenes Handeln." Deutschland werde auch "alles tun", um die Wirtschaft zu stabilisieren, fügte Söder hinzu.

(be/afp)

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