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Merkel wird bis 2021 Kanzlerin bleiben

13.5.2019 19:43 Uhr

Nach dem angekündigten Rückzug von CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler sind die Personal-Spekulationen in der CDU neu entflammt. Dem hat sich nun die CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer entgegengestellt.

"Die CDU geht von einer ganz normalen Legislaturperiode aus", sagte die CDU-Chefin am Montag auf die Frage, ob sie vor 2021 Kanzlerin Angela Merkel ablösen wolle. Es bleibe dabei, dass der CDU-Parteitag im Spätherbst 2020 das neue Regierungsprogramm der Partei und erst dann auch den Kanzlerkandidaten für das Wahljahr 2021 beschließen werde. "Alle anderen Fragen stellen sich nicht", sagte Kramp-Karrenbauer.

"Graue Eminenz" zieht sich zurück

Ausgelöst wurden neue Spekulationen am Montag dadurch, dass der langjähriger CDU-Bundesgeschäftsführer Schüler für den 1. Juli einen Wechsel in die Wirtschaft verkündete. Er gilt als "graue Eminenz" in der CDU-Zentrale und hatte für die frühere CDU-Chefin Merkel zahllose Wahlkämpfe organisiert. Sowohl er selbst als auch Kramp-Karrenbauer betonten das einvernehmliche Ausscheiden Schülers, der zu dem Unternehmen Lanxess wechseln wird. Ein Nachfolger steht nach Angaben der CDU-Vorsitzenden noch nicht fest.

Man habe vereinbart, dass Schüler noch bis nach dem 26. Mai bleiben solle. Dann finden sowohl die Europawahl, die Landtagswahl in Bremen als auch Kommunalwahlen in zehn Bundesländern statt. Dies sind die ersten Wahlen unter der Verantwortung Kramp-Karrenbauers als CDU-Chefin. Sie hatte bereits am Sonntag gesagt, dass sie nicht auf einen "mutwilligen Wechsel" an der Spitze des Kanzleramtes hinarbeite.

(an/reuters)