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Merkel und Erdogan telefonieren zu Libyen

13.1.2020 9:41 Uhr

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan haben am Telefon über die Situation im nordafrikanischen Bürgerkriegsland Libyen gesprochen. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am späten Sonntagabend. Nähere Informationen zum Inhalt des Gesprächs gab es zunächst nicht. In Libyen war in der Nacht auf Sonntag eine von der Türkei und Russland vorgeschlagene Waffenruhe in Kraft getreten.

Ein Sprecher der Bundesregierung bestätigte das Telefonat am Sonntagabend, nannte aber keine inhaltlichen Details.

In Libyen herrscht seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkrieg. Der einflussreiche General Chalifa Haftar kämpft mit der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch um die Macht. Die Türkei, die Al-Sarradsch unterstützt, hatte jüngst Soldaten nach Libyen entsandt.

Am Sonntagnachmittag hatte sich Erdogan mit Al-Sarradsch in Istanbul getroffen. Worum es im Detail ging, blieb zunächst unklar.

Deutschland plant zum Thema Libyen im Rahmen des sogenannten Berliner Prozesses für Anfang des Jahres eine Konferenz in Berlin, um die wichtigsten internationalen Akteure an einen Tisch zu bringen. Erdogan und Merkel hatten in den vergangenen rund zwei Wochen mehrfach miteinander telefoniert.

(dpa)

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