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Merkel: Chance für Brexit-Lösung an irischer Grenze möglich

4.2.2019 13:57 Uhr

Die verfahrene Lage im Zusammenhang mit der irischen Grenze beim Brexit sei lösbar, davon geht zumindest Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus. Es gebe "bestimmt Möglichkeiten", die Geschlossenheit des Binnenmarktes zu wahren und zugleich den "Wunsch, möglichst keine Kontrollen an der irischen Grenze zu haben zwischen Nordirland und Irland", zu erfüllen, sagte Merkel am Montag bei einem Besuch in Tokio.

Solche Gespräche "müssen und können" geführt werden. Das verhandelte Austrittsabkommen solle aber nicht wieder geöffnet werden. "Das steht also nicht auf der Tagesordnung", betonte die Bundeskanzlerin. "Aber wir haben ja eine Verabredung für die zukünftigen Beziehungen. Und in diesen zukünftigen Beziehungen kann man natürlich auch Fragen regeln, die jetzt immer noch besprochen werden", sagte die Kanzlerin.

Guten Willen der Beteiligten

Wenn alle Beteiligten "guten Willens" seien, könne die Zeit noch genutzt werden, eine Einigung in der irischen Grenzfrage zu erzielen. Entscheidend sei aber, von Großbritannien zu erfahren, "wie sie sich das vorstellen", sagte Merkel. Man wolle alles dran setzen, dass es nicht zu einem No-Deal-Abkommen komme. Damit ist ein ungeregelter Brexit ohne Abkommen, aber mit weitreichenden negativen Folgen für Großbritannien und die EU gemeint.

(an/dpa)