epa/Felipe Trueba

Merkel besucht Angola und Südafrika

31.1.2020 20:17 Uhr

Vom 5. bis 8. Februar reist Kanzlerin Angela Merkel nach Südafrika und Angola. Südafrika sei wichtigster Wirtschaftspartner Deutschlands in Afrika und auf einem Kurs der Wirtschaftsreformen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Ein Ziel der Reise sei daher die weitere Intensivierung der Wirtschaftsbeziehungen und die Unterstützung dieses Reformkurses. Merkel werde von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet.

Merkel wird am Donnerstag vom südafrikanischen Präsidenten Cyril Ramaphosa mit militärischen Ehren empfangen, danach ist ein Gespräch geplant. Die Kanzlerin nimmt anschließend an einem Gespräch mit deutschen und südafrikanischen Unternehmensvertretern teil. Am «Future Africa Campus» der Universität Pretoria will Merkel zu einem Gedankenaustausch mit Studenten zusammenkommen.

Wirtschaftspolitische Fragen stehen im Vordergrund

Im Vordergrund der Gespräche in Südafrika stehen nach Angaben von Seibert internationale sowie regional- und wirtschaftspolitische Fragen sowie die bilaterale Zusammenarbeit im zivilgesellschaftlichen und bildungspolitischen Bereich.

In Angola stehen am 7. Februar neben einem Gespräch mit Präsident João Manuel Gonçalves Lourenço die Eröffnung eines deutsch-angolanischen Wirtschaftsforums sowie die Unterzeichnung mehrerer Kooperationsvereinbarungen und Verträge auf dem Programm.
Bei dem Besuch in Angola stehen laut Seibert die bilateralen politischen und wirtschaftspolitischen Beziehungen im Mittelpunkt. Außerdem werde es um die konstruktive Rolle Angolas in der regionalen Zusammenarbeit und die Unterstützung für den Reformkurs der Regierung gehen, insbesondere um den Kampf gegen Korruption.

Merkel war zuletzt im Juli 2010 zum damaligen Viertelfinale der Fußball-WM zwischen Deutschland und Argentinien in Südafrika. Bei ihrer ersten großen Afrikareise als Kanzlerin hatte sie im Oktober 2007 in Johannesburg auch den 2013 gestorbenen ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela getroffen. Angola hatte Merkel im Juli 2011 als erste deutsche Regierungschefin besucht. Die ehemalige portugiesische Kolonie Angola ist einer der größten Erdölproduzenten Afrikas. Dennoch gilt das Land als eines der ärmsten der Welt.

(an/dpa)

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