Symbolbild: epa/Yuri Kochetov

Menschenrechtsaktivisten verhaftet

14.5.2019 22:31 Uhr

In Moskau sind bei Protesten gegen Folter 13 Menschen festgenommen worden. Einige von ihnen seien in der Nacht zum Dienstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden, berichtete der Moskauer Radiosender Echo Moskwy.

Dem bürgerrechtsnahen Portal "OWD-Info" zufolge solidarisierten sich die Aktivisten bei der nicht genehmigten Kundgebung am Montag vor dem Gebäude des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB auch mit politischen Gefangenen in Russland. Der bekannte russische Menschenrechtler Lew Ponomarjow kündigte für Juni eine neue Kundgebung an.

Anprangern von menschenunwürdigen Gefängnissen

Immer wieder prangern Menschenrechtler Misshandlungen in russischen Gefängnissen an. Erst im vergangenen Oktober sorgte ein Vorfall in einem Straflager in der Provinzstadt Jaroslawl international für Schlagzeilen. In einem Video war zu sehen, wie ein Gefangener mehrere Minuten lang am ganzen Körper geschlagen und misshandelt worden war. Er wurde nach Bekanntwerden des Vorfalls aus dem Gefängnis entlassen. 2016 hatte der oppositionsnahe Aktivist Ildar Dadin systematische Folter durch Schläge und Todesdrohungen in einem russischen Straflager kritisiert.

(an/dpa)

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