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Mehrheit der Bürger will Merkel vorerst als Kanzlerin behalten

11.3.2019 12:25 Uhr

Bis zum Ende ihrer Amtszeit im Jahr 2021 möchte die Mehrheit der Deutschen die Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) als Regierungschefin behalten. Dafür sprachen sich in dem am Montag veröffentlichten "RTL/n-tv-Trendbarometer" 67 Prozent der Befragten aus. Nur 29 Prozent sagten in der Forsa-Umfrage, Merkel solle schon früher gehen - um zum Beispiel CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer Platz zu machen.

Für einen Verbleib Merkels im Amt sind demnach vor allem Anhänger der CDU und der Grünen (jeweils 80 Prozent), aber auch der SPD (78 Prozent). Auch die Anhänger von Linkspartei und FDP sind demnach mehrheitlich (jeweils 73 Prozent) gegen einen vorzeitigen Wechsel im Kanzleramt. Bei den CSU-Anhängern ist die Unterstützung mit 68 Prozent etwas schwächer.

AfD mehrheitlich für baldige Ablösung Merkels

Mehrheitlich für eine baldige Ablösung Merkels sind die Anhänger der AfD (75 Prozent). Sollte Merkel doch vorzeitig abtreten, wäre eine Mehrheit von 56 Prozent für Neuwahlen. Eine nahtlose Fortsetzung des Regierungsbündnisses von Union und SPD unter neuer Führung würden in diesem Fall nur zwölf Prozent der Befragten befürworten, 17 Prozent wären für einen neuen "Jamaika"-Anlauf mit CDU/CSU, Grünen und FDP.

Parteienwerte in "RTL/n-tv-Trendbarometer" weitgehend stabil

In der sogenannten Sonntagsfrage blieben die Werte der Parteien im Vergleich zur Vorwoche relativ stabil. Die Unionsparteien verbesserten sich um einen Punkt auf 31 Prozent. Die SPD verlor einen Punkt auf 15 Prozent. Die Grünen gaben ebenfalls einen Punkt ab, blieben aber mit 19 Prozent klar zweitstärkste Kraft.

Die AfD legte um einen Punkt zu auf zwölf Prozent. Die FDP blieb unverändert bei neun Prozent, die Linke ebenfalls unverändert bei acht Prozent. Forsa befragte für die Sonntagsfrage vom 4. bis 8. März 2501 Wahlberechtigte, zur Zukunft Merkels vom 6. bis 8. März 1508 Wahlberechtigte. Die Fehlertoleranz wurde mit 2,5 bis 3,0 Prozentpunkten angegeben.

(gi/afp)