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Mehrfachmörder "Lasermann" wieder auf dem Weg nach Schweden

25.1.2019 18:20 Uhr

Deutsche Behörden haben den wegen Mordes verurteilten sogenannten «Lasermann» zurück in seine Heimat Schweden überstellt. Wie Oberstaatsanwältin Nadja Niesen am Freitag sagte, ist der Mann am Donnerstag an das skandinavische Land ausgeliefert worden. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor darüber berichtet.

Dieses Vorgehen sei mit Schweden vorher so abgestimmt worden, um den Mann in Frankfurt vor Gericht stellen zu können, so die Staatsanwältin. Er hatte in der Bankenstadt 1992 eine Garderobenfrau auf offener Straße erschossen. In Schweden saß er dann seit 1994 wegen Mordes und versuchten Mordes im Gefängnis. Weil er bei seinen Taten ein Gewehr mit Laserzieleinrichtung verwendet hatte, wurde er als "Lasermann" bekannt.

Rechtshilfe der Schweden

Über die Rechtshilfe vernahm ihn laut Staatsanwaltschaft dann ein deutscher Beamte in Schweden, wo er einräumte, zur Tatzeit damals in Frankfurt gewesen zu sein. Unter der Auflage, dass er nach dem Verfahren wieder ins Gefängnis seiner Heimat komme, brachten in die Schweden zum Gerichtsprozess nach Frankfurt.

Das Frankfurter Landgericht verurteilte ihn dann im vergangenen Jahr auch wegen Mordes zu lebenslanger Haft und Sicherungsverwahrung. Nach Angaben der Staatsanwältin muss der Mann zunächst seine Strafe in Schweden absitzen. Ob es dann noch dazu komme, dass er seine deutsche Strafe verbüße, sei unklar.

(an/dpa)