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Mehrere "Körper" bei Suche nach acht vermissten Bergsteigern entdeckt

3.6.2019 17:52 Uhr

Seit Freitag galt eine Gruppe aus internationalen Bergsteigern auf der Route zum zweithöchsten Berg Indiens als vermisst. Jetzt habe ein Suchtrupp mehrere "Körper" gesichtet. Das verheißt nichts Gutes.

Die Besatzung eines Hubschraubers habe "einige Körper" entdeckt, verlautete am Montag aus Militärkreisen. Von anderer Seite aus dem Militär war von fünf die Rede. Die Route am Nanda Devi, auf der die Menschen gesichtet worden seien, stimme mit der der Bergsteiger überein, hieß es. Die Überlebenschancen seien in dieser Höhe zwischen 4500 und 5500 Metern und bei dieser Kälte "sehr sehr gering". "Es ist fast unmöglich, dass sie leben." Das Militär kündigte eine Pressekonferenz an.

Großangelegte Suchaktion

Die vier Briten, zwei US-Bürger, ein Inder und eine Australierin waren am Freitag vermisst gemeldet worden. Daraufhin wurde eine große Suche eingeleitet, an der zwei Hubschrauber, mehrere Drohnen und dutzende Bergretter beteiligt waren. Schlechtes Wetter und die Abgeschiedenheit der Region erschwerten die Suche. In der Region hatte es zuletzt stark geschneit, schwere Lawinen gingen nieder. Die Bergretter konnten das Suchfeld dank der Angaben von vier am Sonntag aus dem Nanda Devi-Basislager geretteten Briten auf etwa 50 Quadratkilometer eingrenzen. Die Briten hatten mit der Gruppe bis zum 26. Mai Kontakt. Die Vermissten gelten als erfahrene Kletterer. Sie waren am 13. Mai zum Ostgipfel des Nanda Devi aufgebrochen. Aber in einem Facebook-Eintrag vom 22. Mai kündigte der Gruppenführer an, sie versuchten einen bislang noch nicht bestiegenen 6477 Meter hohen Gipfel zu erreichen. Nach dem 26. Mai brach der Kontakt ab.

(be/afp)