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Mehr westliche Teilnehmer beim Pjöngjang-Marathon

7.4.2019 13:19 Uhr

Der Pjöngjang-Marathon erfreut sich gesteigerter Beliebtheit auch unter westlichen Langstreckenläufern. So wuchs die Zahl im Vergleich zu 2017, als nur 450 westliche Läufer starteten, in diesem Jahr auf 950 an. Viele Läufer wollten einfach einen eigenen Einblick erhalten, wie es in Nordkorea ausschaut und nutzten dazu den Hauptstadt-Marathon.

Marathonläufe in den großen Hauptstädten der Welt erfreuen sich wachsender Beliebtheit: Selbst ins nordkoreanische Pjöngjang zog es am Sonntag gleich doppelt so viele Sportler aus dem Westen wie im Vorjahr. Die Zahl der westlichen Starter war nach Angaben von Reiseveranstaltern mit rund 950 deutlich höher als noch 2017, wo rund 450 von ihnen in der Hauptstadt des abgeschotteten asiatischen Landes liefen.

Marathon Teil der Ehrungen von Kim Il Sung

"Ich würde es definitiv anderen empfehlen, denn es ist eine großartige Art, die Stadt und die Menschen, die ihn ihr leben, zu sehen", sagte die Australierin Jasmine Barrett, die schon zum dritten Mal in Pjöngjang mit dabei ist. Der 34-jährige Ingenieur Angel Arnaudov aus Mazedonien erklärte, er wolle sich selbst ein Bild von dem kommunistischen Land machen.

Der Marathon ist Teil der jährlichen Feierlichkeiten zum Geburtstag des Staatsgründers Kim Il Sung, des Großvaters des amtierenden Machthabers Kim Jong Un. Nach dem Tod des US-Touristen Otto Warmbier infolge seiner Inhaftierung in Nordkorea erließ Washington im vergangenen Jahr ein Reiseverbot für US-Bürger, das weiter gilt. Allerdings sorgten zwei Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump für Entspannung.US-Bürger machen normalerweise rund ein Fünftel der ausländischen Touristen in Nordkorea aus. Die Mehrheit der ausländischen Besucher kommt aus dem Nachbarland China.

(ce/afp)