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Mehr Migranten arbeiten, weniger stellen Anträge auf Asyl

18.9.2019 13:45 Uhr

Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sind 2018 in Deutschland deutlich weniger Asylanträge gestellt worden als im Vorjahr. Die Zahl der Erstanträge ging demnach um 18,3 Prozent auf 162 000 Anträge zurück, wie die OECD bei der Vorstellung der Studie am Mittwoch in Berlin mitteilte.

In allen 36 Mitgliedsstaaten der OECD wurden im vergangenen Jahr 1,07 Millionen Erstanträge gestellt, das waren 35 Prozent weniger als in den Rekordjahren 2015 und 2016 (je 1,65 Millionen Erstanträge). In der EU sei die Zahl der Erstanträge 2018 auf das Niveau von 2014 zurückgegangen. Die EU-Kommission hatte am Dienstag jedoch von einem deutlich Anstieg im Juli dieses Jahres berichtet.

Immer mehr Arbeitsmigranten in Deutschland

Während Flüchtlingszuwanderung nach Deutschland deutlich abgenommen habe, kämen immer mehr Menschen nach Deutschland, um hier zu arbeiten, sagte OECD-Migrationsexperte Thomas Liebig. Ihre Chancen, einen Job zu finden, sind laut der Studie bessser denn je: Ende 2018 hatten erstmals 70 Prozent der Zuwanderer in Deutschland Arbeit. Die Qualität der Jobs sei allerdings bescheiden, viele Zuwanderer würden schlecht bezahlt und seien überqualifiziert.

(an/dpa)

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