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Mehr hochqualifizierte Ausländer arbeiten in der EU

24.7.2020 17:33 Uhr, von Andreas Neubrand

Immer mehr hochqualifizierte Zuwanderer kommen in die EU. Allein im Jahr 2019 haben 31.220 Ausländer die Blaue Karte der EU erhalten, wie aus einer aktuellen Statistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) hervorgeht.

Die Blaue Karte der EU ist eine gefragte Möglichkeit, in der EU Arbeit aufnehmen zu können. Deutschland ist beim Erteilen der Karte Spitzenreiter: Mehr als 82 Prozent der ausgestellten Karten entfallen auf Deutschland.

Befristete Aufenthaltstitel für Hochqualifizierte

Die Blaue Karte gibt es seit 2012. Mit ihr soll es hochqualifizierten Ausländern möglich sein, befristete Aufenthaltstitel zu erhalten, um in der EU arbeiten zu können. Als hochqualifiziert gilt jeder, der einen Hochschulabschluss, eine Arbeitsplatzzusage und ein bestimmtes jährliches Mindesteinkommen vorweisen kann.

Die meisten Blauen Karten wurden an Inder (25 Prozent) vergeben. Dann folgten Chinesen, Russen und Türken. Der Anteil an Frauen liegt dabei bei 26 Prozent und hat demzufolge noch Potenzial.

Bayern erteilte die meisten Genehmigungen

Aufgeschlüsselt auf die Bundesländer erteilte Bayern die meisten Karten mit 21,3 Prozent, gefolgt von Baden-Württemberg mit 16,2 Prozent und Nordrhein-Westfalen mit 15,8 Prozent.

Nach fünf Jahren Aufenthalt in der EU haben Personen aus Drittstaaten die Möglichkeit, dauerhaft in der EU zu bleiben.

Mehr Ausländische Forscher und Studenten

Auch die Aufenthaltstitel für Forscher und Studenten sind stark gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr wurde 3338 Forschern eine Genehmigung erteilt - ein Anstieg von 51,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt durften sich 109.186 Studenten an deutschen Universitäten einschreiben. Hier führten Chinesen, gefolgt von Indern und US-Amerikanern.

Auch die Erteilung von Aufenthalten von sogenannten unternehmensintern transferierten Beschäftigten (Intra-Corporate Transferees, kurz ICT) ist gestiegen. Damit ist gemeint, dass ein Mitarbeiter eines Unternehmens im Ausland auch in der EU eingesetzt werden darf. Die Regelung existiert seit 2017. 2019 wurden allein in Deutschland 1921 ICT-Karten verteilt, was einer Verdoppelung der Karten zum Vorjahr entspricht.

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