dpa

Mehr Flugpassagiere trotz Klimaprotesten

9.10.2019 10:13 Uhr

Trotz der Klimaschutzdebatte ist die Zahl der Flugpassagiere laut einem Medienbericht in Deutschland weiter gestiegen. Das gehe aus einer Sonderauswertung der Luftverkehrsdaten des Statistischen Bundesamtes hervor, berichtete die "Rheinische Post".

Demnach gab es im deutschen Luftverkehr in jedem Monat seit August 2018 steigende Passagierzahlen gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat. In den zwölf Monaten von August 2018 bis Juli 2019 seien von Deutschland aus rund 125,1 Millionen Flugpassagiere gestartet. In den zwölf Monaten von August 2017 bis Juli 2018 seien es dagegen 119,4 Millionen gewesen.

Fridays for Future

Die Klimaproteste hatten im August 2018 begonnen: Im Alter von damals 15 Jahren hatte sich Greta Thunberg in Stockholm mit einem Protestschild vor das schwedische Parlament gesetzt, um die Politik zu mehr Klimaschutz aufzufordern. Daraus entwickelte sich die internationale Klimabewegung Fridays for Future. In diesem Kontext kursierte mit Blick auf den CO2-Ausstoß beim Fliegen auch die Wortschöpfung "Flugscham".

Bundesregierung will Fliegen teurer machen

Die Bundesregierung will als Teil ihres Klimaschutzprogramms Fliegen teurer machen und Bahnfahren im Gegenzug billiger. Die Steuer auf Flugtickets soll erhöht werden - je nach Strecke um rund 3 bis 17 Euro pro Ticket, wie aus einem vergangene Woche bekannt gewordenen Entwurf des Finanzministeriums hervorgeht.

(gi/dpa)

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