dpa

Mehr Debatten von Politikern an Hochschulen

11.11.2019 22:45 Uhr

Der Vorsitzende der FDP, Christian Lindner, hat nach den scharfen Debatten über Auftrittsverbote an deutschen Universitäten für mehr politische Diskussionen an den Hochschulen plädiert. "Es müsste sehr viel mehr Debatten mit den demokratisch gewählten Mandatsträgern in den Hochschulen geben", sagte Lindner am Montag in Hamburg bei einer Veranstaltung mit etwa 150 Studenten.

Da die Universität Hamburg dem Politiker einen Auftritt in ihren Räumen untersagt hatte, sprach Lindner vor dem Unigebäude.

"Demokratie lebt von Unterschieden"

Er forderte die Parteivorsitzenden aller deutschen Parteien auf, nach Hamburg zu kommen. "Demokratie lebt von Unterschieden. Denn, wenn alle einer Meinung wären, wenn alle Parteien die gleiche Meinung hätten, am Ende würde dann eine einzige Partei ausreichen", sagte der FDP-Vorsitzende.

Der FDP-Politiker hatte sich bei Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank (Grüne) schriftlich über die Absage beschwert. Die Universität Hamburg hatte das Auftrittsverbot für Lindner damit begründet, dass die Überlassung von Räumen für Veranstaltungen mit parteipolitischer Ausrichtung explizit ausgeschlossen seien.

Das Auftrittsverbot von Lindner und die seit Wochen andauernden Störungen von Vorlesungen des Wirtschaftsprofessors und AfD-Mitbegründers Bernd Lucke an der Uni Hamburg hatten bundesweit eine Debatte über Meinungsfreiheit ausgelöst.

(an/dpa)

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