Symbolbild: imago images/UPI Photos

Mehr als zwei Millionen Kinder können nicht in die Schule

16.1.2020 15:13 Uhr

Nach Angaben der UN sind in Syrien wegen des Krieges mehr als zwei Millionen Kinder ohne regelmäßige schulische Ausbildung. Seit Beginn des Konflikts seien Tausende von Schulen zerstört worden oder würden für militärische Zwecke genutzt, beklagte am Donnerstag eine Untersuchungskommission des UN-Menschenrechtsrats.

Die syrische Regierung und die bewaffneten Gruppen sollten alles tun, um den Zugang zu einer Ausbildung wieder zu ermöglichen, forderte die Kommission. Erst vor etwa zwei Wochen waren beim Beschuss einer Schule in der syrischen Rebellenprovinz Idlib laut Aktivisten mindestens acht Zivilisten getötet worden, darunter auch vier Kinder.

Kinder werden als Soldaten rekrutiert

Der UN-Bericht listet obendrein zahlreiche Grausamkeiten auf, denen Kinder in den vergangenen Jahren in Syrien ausgesetzt waren. Dazu gehören die Rekrutierung als Soldaten, die Vergewaltigung kleiner Mädchen und das Ansehen von Exekutionen. Kinder wüchsen in Not und Leid auf, mit verheerenden psychologischen Folgen, so der Bericht. Insgesamt haben laut UN fünf Millionen Kinder ihre Heimat verloren. Die Hälfte von ihnen lebt an anderen Orten in Syrien, die andere Hälfte im Ausland.

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.