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Mehr als 300 IS-Killer ergeben sich in Baghus

4.3.2019 23:23 Uhr

In Syrien gibt es schwere Kämpfe um die letzte Bastion der Terrormiliz IS. Die Dschihadisten halten sich in Baghus versteckt und realisieren wohl, wie aussichtslos ihr Ausharren ist. Darum haben sich mehr als 300 IS-Killer den SDF-Truppen ergeben.

Insgesamt verließen am Montag mehr als 1600 Menschen das letzte noch von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierte Gebiet in dem Ort Baghus. Dabei handele es sich neben den Dschihadisten um deren Angehörige und andere Zivilisten, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Die rund 300 IS-Killer stammten aus unterschiedlichen Ländern. Auch der SDF-Kommandeur Adnan Afrik erklärte, eine große Gruppe Terroristen habe sich ergeben.

9000 Zivilisten konnten sich aus Baghus in Sicherheit bringen

Die von Kurden angeführten SDF-Truppen hatten Ende vergangener Woche die Schlussoffensive auf die IS-Bastion verkündet. Die letzten Dschihadisten sind in Baghus auf engstem Raum eingeschlossen. Es soll sich nach SDF-Schätzungen noch um bis zu 1500 Terroristen handeln. Ihr Gebiet ist mit Tunneln, Höhlen und Minen durchzogen. Zur Verteidigung setzen die Extremisten auch Selbstmordattentäter ein.

Die Angreifer gingen nur langsam vor, erklärte der SDF-Sprecher Mustafa Bali am Montag. Die Kämpfe seien ausgesetzt worden, um für die verbliebenen Zivilisten einen humanitären Korridor zu schaffen. Bereits in den vergangenen Wochen hatten nach kurdischen Angaben rund 9000 Zivilisten Baghus verlassen. Die von den USA angeführte internationale Koalition unterstützt den Angriff aus der Luft.

(ce/dpa)