imago images / Jan Huebner

Medienberichte: VW legt Türkei-Werk auf Eis

15.10.2019 13:46 Uhr

Der Fahrzeugkonzern VW aus Wolfsburg plant seit längerer Zeit ein zusätzliches Auslandswerk. Lange wurde nach dem passenden Standort gesucht. Der schien in Manisa in der von Izmir an der Ägäisküste der Türkei gefunden. Das Unternehmen wurde gegründet, das Land steht zur Verfügung es fehlte nur noch die Tinte auf dem Vertragspapier, um loslegen zu können. Doch das ganze Projekt wurde, wie unter anderem das Handelsblatt und der TV-Sender n-tv nach Gesprächen mit Volkswagen melden, wegen der Syrien-Krise auf Eis gelegt.

Das Handelsblatt berichtet nach Gesprächen mit der Konzernleitung, der Autoriese sei sich nicht mehr sicher, ob ein solches Umfeld der Marke VW, die immer noch am Diesel-Skandal zu knabbern hat, zuträglich wäre. Die Syrien-Krise sei nicht dazu geeignet, ein Votum für die Türkei als Standort abzugeben. Darum wurden die Unterschriften auf den Papieren nicht geleistet und eine Entscheidung zurückgestellt.

Ein Sprecher des VW-Konzerns teilte dabei mit, dass man die Situation mit großer Sorge beobachten würde. Die Standortentscheidung sei auf der Zielgeraden. Eigentlich war vereinbart worden, dass Volkswagen zu Beginn des Oktobers den Vertrag in trockene Tücher bringen würde. Ob man in Wolfsburg jedoch ein Vertragswerk, das so weit fortgeschritten ist und Kosten verursacht hat, einfach zu den Akten legt, darf bezweifelt werden – wenn nicht ein großer Reputationsverlust für die Gesamtmarke droht.

(Hürriyet.de)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.