imago images / Sven Simon

Medienbericht: Rekordmeister verhandelt mit Wenger

7.11.2019 7:33 Uhr

Ene mene "Mou", und raus bis du - nachdem sich angeblich auch Jose Mourinho als Coach beim deutschen Rekordmeister FC Bayern München ins Spiel brachte, scheinen die Verantwortlichen erst einmal in Vertragsverhandlungen mit Arsene Wenger, Ex-Coach vom FC Arsenal, zu stehen. Ob der mittlerweile 70 Jahre alte Franzose, der fließend Deutsch spricht, bei den Bayern-Bossen jedoch die erste Wahl nach dem Rauswurf von Niko Kovac darstellte, darf bezweifelt werden.

Fußball-Rekordmeister Bayern München verhandelt angeblich mit Arsene Wenger über eine Besetzung des freien Trainerpostens. Der 70 Jahre alte Franzose arbeitet zur Zeit in Katar beim TV-Sender beIN Sports als Experte für die Champions League, soll nach Informationen von Bild aber bereits ein konkretes Gespräch mit den Münchnern geführt haben. Wenger, der von 1996 bis 2018 den FC Arsenal trainiert hatte, bestätigte am Dienstag, dass ihn ein Angebot des FC Bayern reizen würde: "Trainieren ist mein Leben. Natürlich habe ich Interesse."

Wenger nur eine Übergangslösung?

Wenger soll bereit sein, als Übergangstrainer bis zum kommenden Sommer einzuspringen. Dann wollen die Bayern offenbar einen jüngeren Trainer wie Thomas Tuchel (Paris St. Germain) oder Erik ten Hag (Ajax Amsterdam) holen. Beide sagten bislang nur, dass sie in dieser Saison nicht zur Verfügung stünden. Nach dem Bundesliga-Gipfel zwischen den Bayern und Borussia Dortmund am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ist angeblich ein persönliches Treffen mit Wenger geplant.

Bei der Suche nach einem neuen Trainer hatten die Münchner zuvor eine weitere Absage erhalten. "Ralf Rangnick steht nicht zur Verfügung", sagte Rangnicks Manager Marc Kosicke der Bild: "Wir glauben nicht, dass das, was Ralf Rangnick mitbringt, derzeit bei Bayern gesucht wird. Und darum macht es keinen Sinn, konkrete Gespräche zu führen." Rangnick ist seit seinem Abschied bei RB Leipzig im Sommer als "Head of Sport and Development Soccer" im Red-Bull-Kosmos tätig. Angeblich ist auch Manchester United an seinen Diensten interessiert.

Salihamidzic: "Kein Kommentar!"

Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat Verhandlungen des FC Bayern München mit Trainer Arsène Wenger nicht bestätigt. "Das werde ich natürlich nicht kommentieren", sagte Salihamidzic nach dem Einzug des deutschen Fußball-Rekordmeisters ins Achtelfinale der Champions League. Die "Bild"-Zeitung hatte berichtet, dass es bereits zu einer Kontaktaufnahme der Bayern mit dem 70 Jahre alten Franzosen gekommen sei. Ein persönliches Treffen sei geplant.

"Wir werden in Ruhe, ohne Druck, den Trainer aussuchen, der unserer Meinung nach der richtige ist", äußerte Salihamidzic nach dem 2:0 gegen Olympiakos Piräus. Nach der Trennung von Niko Kovac fungiert der bisherige Co-Trainer Hansi Flick "bis auf Weiteres" als Interimscoach. Für den 54-Jährigen steht die eigene Zukunft auch nach dem gewonnenen Premierenspiel als Aushilfs-Chef nicht im Vordergrund. Für ihn zählt nach dem Heimsieg gegen Piräus nur die anstehende Aufgabe am Samstag im Bundesliga-Topspiel gegen Borussia Dortmund. "Es ist für mich eine Aufgabe für die zwei Spiele", sagte Flick in der Pressekonferenz nach dem Champions-League-Spiel. Die 90 Minuten in der Verantwortung habe er genossen. "Es interessiert mich überhaupt nicht, was nach dem Samstag passiert", sagte Flick zuvor im TV-Sender Sky.

(ce/afp/dpa)

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