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Medienbericht: FC Arsenal will Özils Vertrag nicht vorzeitig aufkündigen

11.10.2020 12:46 Uhr

Der FC Arsenal hätte zu keinem Zeitpunkt über die Kündigung des Vertrags mit Mesut Özil gesprochen und der 31-jährige Ex-Weltmeister würde einen vorzeitigen Weggang auch nicht in Betracht ziehen, sollen Quellen aus dem Umfeld des Ex-Nationalspielers dem Sportsender ESPN mitgeteilt haben.

Medienberichten zufolge hätten die Gunners Gespräche aufgenommen, um den Vertrag des Mittelfeldspielers über 385.000 Euro pro Woche aufzukaufen, nachdem sie ihn aus ihrem 25-Mann-Kader für die Europa League ausgeschlossen hatten. Spielernahe Quellen sollen ESPN jedoch mitgeteilt haben, dass der Verein keine derartigen Verhandlungen aufgenommen habe. Özil selbst, so die Quellen, konzentriere sich darauf, für die Wettbewerbe, für die spielen kann, einen Platz im Team von Coach Mikel Arteta zu erkämpfen.

Arsenal habe noch nicht auf eine entsprechende ESPN-Anfrage geantwortet, sagt der Sender. Der deutsche Ex-Weltmeister war ein wesentlicher Bestandteil von Artetas Plänen vor dem Fußball-Lockdown im März aufgrund von Covid-19. Özil war bei allen zehn Premier League-Spiele zwischen Artetas Ernennung im Dezember und der landesweiten Sperre im März in der Startelf. Probleme soll es gegeben haben, als der Verein seinen Kader der ersten Mannschaft gebeten hatte, in eine Gehaltskürzung von 12,5 Prozent einzuwilligen. Özil soll einer von drei Spielern gewesen sein, die diese Anfrage abgelehnt hatten, weil sie sich nicht sicher waren, wie das Geld verwendet werden soll und ob dadurch künftige Entlassungen garantiert nicht stattfinden würden. Obwohl er voll fit und zur Auswahl steht, hat er in dieser Saison kein einziges Spiel absolviert.

Soziales Engagement von Mesut Özil mit dem Gunnersaurus

Die Gunners bestätigten diese Woche auch, dass Jerry Quy, der Mann, der seit 27 Jahren das Clubmaskottchen Gunnersaurus spielt, den Posten verlieren würde, da derzeit keine Fans in Stadien zugelassen seien. Özil bot an, das Gehalt zu übernehmen und obwohl einige dies als PR-Stunt betrachteten, haben Quellen ESPN mitgeteilt, dass der Spieler eine enge Bindung zum Maskottchen hat, seit er 2013 von Real Madrid zu Arsenal gekommen war. Diese Hilfen und soziales Engagement sind nicht neu bei Mesut Özil. Er lud regelmäßig benachteiligte oder kranke Kinder an Spieltagen im Emirates Stadium in seine Box ein, wobei Gunnersaurus regelmäßig zu Besuch war, um die die Kinder zu unterhalten.

Es bleibt abzuwarten, ob Arsenal beschließt, Özil aus seinem 25-köpfigen Kader für die Premier League zu streichen - die Vereine haben bis zum 20. Oktober Zeit, um eine endgültige Entscheidung zu treffen - aber der Spieler bleibt zuversichtlich, dass er seine Karriere in Nord-London die kommenden Monate fortsetzen kann. Es heißt, er habe zwischenzeitlich eine interessante und hochdotierte Offerte aus Saudi Arabien abgelehnt.

(ce)

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