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Medienaufseher: Porno-Portale sollen deutschen Jugendschutz einhalten

7.4.2020 11:29 Uhr

Die deutsche Medienaufsicht fordert, dass die großen Porno-Portale im Internet sich an in Deutschland geltende Jugendschutzvorgaben zu halten.

Medienaufseher wollen die großen Porno-Portale im Internet zwingen, die in Deutschland geltenden Jugendschutzvorgaben einzuhalten. Als bundesweiter Vorreiter hat nun die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) einen Vorstoß gestartet. Ein entsprechender Bescheid an den vermutlichen Marktführer mit Sitz in Zypern sei bereits verschickt, sagte LfM-Chef Tobias Schmid in Düsseldorf. Lange hätten die Pornoanbieter "gemacht, was sie wollen".

Deutschsprachige Angebote brauchen Altersbeschränkung

Die Behörde will zunächst die reichweitenstärksten Porno-Portale dazu zwingen, in ihren deutschsprachigen Angeboten eine wirksame Altersbeschränkung einzuführen. Der Zustand, dass in Deutschland Zehnjährige spielend leicht harte Pornografie konsumieren könnten, sei nicht hinnehmbar. Sollten die Anbieter nicht einlenken, will die Behörde bei den Telekommunikationsunternehmen, über deren Infrastruktur die Inhalte verbreitet werden, für deren Sperrung sorgen.

(an/dpa)

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