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Max Kruse flirtet mit Fenerbahce Istanbul

29.5.2019 9:12 Uhr, von Chris Ehrhardt

Max Kruse hat, auch wenn er mit Werder Bremen das Ziel Europacup nicht erreichte, eine gute Saison hinter sich. 32 Spiele absolvierte er für Werder, machte dabei elf Treffer selbst und bereitete zehn Tore seines Klubs vor. Das sind Werte, die auch Begehrlichkeiten internationaler Klubs wecken. Nun scheint sich ein Flirt mit Fenerbahce Istanbul anzubahnen. Doch reicht der Füllstand der Portokasse des Klubs vom Bosporus, um Kruse unter Vertrag zu nehmen?

Kruses Ziele schienen bei der Aussage, dass er seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag an der Weser nicht verlängert, klar definiert zu sein. Er will zu einem Klub, mit dem er international spielen kann und der ein volles Bankkonto hat – sprich: man kann sich das Gehalt des Torjägers erlauben. All das trifft auf Fenerbahce nicht wirklich zu.

Die Kanarienvögel hatten eine Seuchen-Hinrunde, waren zum Jahreswechsel Vorletzter. Da aber die anderen Klubs der Süper Lig eine grottige Rückrunde hinlegten, reichte es für den Verein aus Kadiköy am Ende noch zu einem schmeichelhaften sechsten Rang in der Tabelle. Da droht natürlich, dass man die Hinrunde schnell vergisst – was man nicht tun sollte.

Kruse und Fenerbahce - es wird wohl am Gehalt scheitern

Doch was heißt das für Max Kruse? Mit dem internationalen Geschehen hat Fenerbahce zumindest vorerst nichts zu tun. Auch die Gehaltsforderungen, die von der "Bild" kolportiert werden – es ist von einem Jahressalär von sechs Millionen Euro die Rede, was rund 41 Millionen Türkischer Lira entspricht – gehen in eine Größenordnung, die außerhalb der Reichweite des verschuldeten Klubs liegt. Natürlich hätte Kruse steuerlich massive Vorteile, wenn er am Bosporus kickt, aber sein Wunschgehalt wird er ganz sicher nicht kassieren können. Besonders wenn man bedenkt, dass selbst Robin van Persie nicht an die sechs Millionen ranreichte, als er für die Kanarien kickte.

Als Fazit lässt sich sagen, es klingt alles nett. Das Essen, das Wetter und Lebensbedingungen in Istanbul sind super. Nette Menschen, tolles Team, bemühter Klub. Doch weder seine sportlichen noch seine finanziellen Ziele lassen sich bei Fenerbahce erfüllen. Darum wird Kruse am Ende wohl weiter nach einem geeigneten Klub suchen müssen. Doch er hat ja noch Zeit.

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