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Max Kruse äußert sich zu Kündigungsgründen bei Fenerbahce

20.6.2020 11:50 Uhr

Die Meldung, dass Max Kruse seinen Vertrag bei Fenerbahce Istanbul in der türkischen Süper Lig einseitig gekündigt hatte, schlug am Donnerstag (18. Juni) ein wie eine Bombe. Danach schossen Spekulationen wie die Pilze aus dem Boden. Dem hat der ehemalige Kicker von Werder Bremen und Ex-Nationalspieler ein Ende bereitet und über seinen Account bei Instagram Gründe genannt. Dabei geht es, wie bereits vermutet, um Gehaltszahlungen.

Kruse teilte auf seinem Instagram-Account mit, dass der Klub aus der Türkei ihm seit Februar des Jahres das Gehalt zu großen Teilen vorenthalten habe, wie der Stürmer einen Tag nach seiner Kündigung auf den Social Media verkündete. Das habe seinen kurzfristigen und radikalen Schritt motiviert. Kurse schreibt: "Ich sah mich bedauerlicherweise zu diesem Schritt gezwungen, weil der Club mir seit Februar 2020 nahezu mein vollständiges Gehalt nicht bezahlt hatte." Zudem wären, so Kruse weiter, die Rückstände bis zum heutigen Tag zu einem "erheblichen Teil" nicht ausgeglichen worden.

Fenerbahce will vors Sportgericht ziehen

Doch Max Kruse hatte auch versöhnliche Worte übrig – für das Land Türkei, die Fans und die Gastfreundschaft, die er erfahren durfte. Das würde immer in seiner Erinnerung bleiben und würde nie von ihm vergessen werden. Zudem betonte er, dass er niemand sei, der Verträge bricht. Es wäre nie dazu gekommen, so Kruse, hätte sich Fenerbahce an die vertraglichen Vereinbarungen gehalten.

Aus dem Lager von Fenerbahce werden "größere Gehaltsrückstände" verneint. Man sagte, es würde mit 28 Spielern keinerlei Probleme geben – außer mit Kruse. Vorstandsmitglied Alper Pirsen, der auch Jurist ist, wollte den Grund dafür bei Kruse selbst verortet sehen und sagte, man werde deswegen sicher vor ein Sportgericht gehen. Kruse wäre durch die strittige Situation für Vereine, die ihn nun unter Vertrag nehmen wollen, ein "Risikospieler". Es wird wohl weitere Runden in der Auseinandersetzung geben.

(ce)

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