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Matchwinner Alexander Sörloth: RB Leipzig siegt 4:3 bei Basaksehir in Istanbul

2.12.2020 21:44 Uhr

RB Leipzig musste im Auswärtsspiel der Gruppe H der Champions League beim türkischen Meister Basaksehir in Istanbul antreten. In einem Spiel mit viel Bewegung, das teilweise mehr als "wild" war, siegten die Sachsen am Bosporus verdient mit 4:3 und das durch einen späten Treffer vom Norweger Alexander Sörloth, der im Sommer von Trabzonspor aus der Süper Lig ins Sachsenland kam. Dabei verspielte aber der Bundesligist eine Führung von zwei Toren (1:3). Mann des Abends beim türkischen Meister war Irfan Can Kahveci, der drei Treffer für sein Team erzielte.

RB Leipzig hat weiterhin eine Chance aufs Achtelfinale, muss aber, besonders wenn Paris Saint-Germain bei Manchester United gewinnt, im letzten Spiel gegen PSG gewinnen. Für Basaksehir wäre bei einem Sieg oder Remis der Franzosen in England der Tanz auf dem europäischen Parkett schon nach den Gruppenspielen final erledigt und es würde nicht einmal mehr theoretische Chancen auf das Weiterspielen in der Europa League geben.

Mit seinem ersten Treffer überhaupt für RB Leipzig hat Alexander Sörloth sein Team im Champions-League-Rennen gehalten. Der Norweger traf am Mittwoch in der Nachspielzeit zum wichtigen 4:3 (2:1)-Sieg bei Istanbul Basaksehir. Damit hat das Team von Trainer Julian Nagelsmann am kommenden Dienstag sein Endspiel gegen Manchester United um den Einzug in die K.o.-Runde. Yussuf Poulsen (26. Minute) und Nordi Mukiele (43.) brachten die dominanten Sachsen verdient in Führung. Basaksehir verkürzte durch Irfan Can Kahveci (45.+3) nach einer Standardsituation. In einer Drangphase der Türken erhöhte Dani Olmo (66.), ehe erneut Kahveci in der 73. erst zum Anschluss und in der 85. Minute zum Ausgleich traf. Dann kam der Auftritt von Sörloth.

RB Leipzig startete mit stärkster Elf in Istanbul

Zwischen den beiden Highlights in der Königsklasse muss Leipzig am Samstag bei Bayern München antreten. Drei Tage vor dem Bundesliga-Gipfel schickte Nagelsmann seine derzeit stärkste Elf aufs Feld des Fatih-Terim-Stadions. Poulsen, Emil Forsberg, Dayot Upamecano und Kapitän Marcel Sabitzer kehrten alle in die Startelf zurück. Dorthin hätte es sicherlich auch Christopher Nkunku geschafft, doch der im Hinspiel noch erfolgreiche Franzose fehlte aus privaten Gründen. "Unsere Aufgabe ist hier, richtig Druck zu machen", sagte Nagelsmann kurz vor dem Anpfiff. Und seine Spieler gehorchten. Forsberg (3.) hätte mit seinem Versuch aus elf Metern treffen müssen, schoss aber vorbei. Eine Minute später zeichnete sich Istanbuls Torwart Mert Günok bei einem Kopfball von Mukiele aus. Auch Poulsens (12.) Volley entschärfte Günok.


Nach weiteren vergebenen Chancen war die Leipziger Führung ein Zufallsprodukt. Der Schuss von Sabitzer aus gut 20 Metern flipperte zwischen Istanbuls Abwehrchef Martin Skrtel und Poulsen hin und her und ging vom dänischen Nationalspieler schließlich unhaltbar ins Tor. Leipzig bestimmte mit viel Ballbesitz und aggressivem Gegenpressing weiter das Spiel, doch langsam kam die Offensive der Türken in den Rhythmus. So zwang der Ex-Hoffenheimer Demba Ba (37.) RB-Keeper Peter Gulacsi mit einem Schuss aus spitzem Winkel zu einer Glanztat.

RBL verspielte eine Führung mit zwei Toren

Diesen Rhythmus brach RB mit dem zweiten Tor. Forsberg legte den Ball im Strafraum quer, Mukiele schob überlegt gegen die Laufrichtung des Torwarts ein. Die starke Halbzeit vermasselte sich Leipzig mit einer Schlafeinlage in der Nachspielzeit. Nach einer Ecke stand Kahveci am Strafraumrand völlig frei und traf zum Anschluss. Nagelsmann reagierte in der Pause, brachte in Tyler Adams für Kevin Kampl einen defensivstärkeren Spieler. Zunächst setzte es jedoch den nächsten Rückschlag. Upamecano (53.) sah nach einem Foul die Gelbe Karte und fehlt damit gegen Manchester. RB wurde zunehmend passiver, meldete sich erst mit Forsbergs (61.) Top-Chance wieder zurück, als der Spielmacher aus fünf Meter vorbei schoss.


Olmo machte es schließlich besser. Nach Pass von Angeliño tanzte der spanische Nationalspieler seinen Gegenspieler im Strafraum aus und vollstreckte mit einem satten Schuss in die kurze Ecke. Istanbul gab dennoch nicht auf - und wieder bekam Kahveci zu viel Platz. Bei seinem Schlenzer aus 18 Metern war Gulacsi chancenlos. Poulsen (79.) hatte das vierte Tor schließlich auf dem Fuß, traf jedoch nur den Pfosten. Dann schien Kahveci mit seinem dritten Treffer per Freistoß alle RB-Hoffnungen zunichte zu machen. In der 90. Minute hatte Leipzig erst Pech, als der Ball von Sörloths Kopf gegen die Latte flog. Wenig später machte er es besser.


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(ce/dpa)

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