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Massensterben in Australien - Hunderttausende Fische tot

29.1.2019 10:11 Uhr

Die anhaltende Dürre im Südosten Australiens hat in den vergangen Wochen bereits zu unzähligen Qualen gesorgt, insbesondere für die Tierwelt. Während manche Tierarten die Hitze nicht überstanden, mussten andere notgeschlachtet werden. Auch die Fische leiden zunehmends darunter - das Fischsterben hat sich massiv verschärft.

In den vergangenen Tagen seien hunderttausende Fische verendet, ein weiteres Massensterben sei angesichts anhaltend steigender Temperaturen und ausbleibenden Niederschlags wahrscheinlich, warnten die Behörden am Dienstag. Die einzige Möglichkeit, dem Fischsterben entgegenzuwirken, sei ein Einspeisen von Frischwasser in das Flusssystem, diese Möglichkeit bestehe derzeit aber nicht.

Eine Flussdecke aus toten Fischen

Der Darling River nahe dem Ort Menindee im Bundesstaat New South Wales war am Dienstag mit einer weißen Fläche aus toten Fischen bedeckt. Am Montag waren 700 Kilogramm tote Fische aus dem Fluss geholt worden, für Dienstag rechneten die Behörden mit einer ähnlichen Menge.

Behördenvertreter machten sich vor Ort ein Bild der Lage. Der Fluss ist Teil des Murray-Darling-River-Systems, das sich über tausende von Kilometern über mehrere Bundesstaaten erstreckt, und gilt als wichtige Agrarregion. Behördenvertreter gingen auch Berichten über ein Fischsterben weiter südlich im Murrumbidgee River nach, der ebenfalls in das Flusssystem mündet.

Umweltkatastrophe am Kommen

An den Ufern der Flüsse Darling und Murray waren zuletzt vor zwei Wochen bis zu einer Million toter Fische gefunden worden. Experten warnen bereits vor einer Umweltkatastrophe größeren Ausmaßes.

Die Regierung macht die extreme Dürre und den daraus resultierenden Sauerstoffmangel im Wasser für das Fischsterben verantwortlich, Experten und Anwohner dagegen eine systematische Ausschöpfung sowie Verschmutzung des Flusses.

Auf der anderen Seite Monsunregen

Die Behörden erklärten, es gebe derzeit kaum noch Möglichkeiten, dem Fischsterben entgegenzuwirken. Die Installierung von Lüftungsgeräten in den Wasserläufen sei lediglich eine Notlösung, die aber keine große Abhilfe schaffe. "Das Einzige, was diese Bedingungen wirklich verändern würde, wäre frisches Wasser im System, aber diese Möglichkeit besteht derzeit einfach nicht", sagte der örtliche Wasserminister Niall Blair dem Sender ABC.

Die östlichen Regionen im Landesinneren Australiens leiden unter einer anhaltenden Dürre, extreme Hitzewellen haben die Lage in den vergangenen Wochen zusätzlich verschlimmert. Im tropischen Norden Australiens dagegen hat der Monsunregen in den vergangenen Tagen zu Rekord-Überschwemmungen geführt.

(sis/afp)

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