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Maschinen-Exporte der Türkei belaufen sich 2020 auf 15,3 Milliarden Dollar

17.12.2020 13:03 Uhr

Der Verband der Maschinen-Exporteure der Türkei (MAIB) gab bekannt, dass sich die Maschinenexporte in den ersten elf Monaten des Jahres auf 15,3 Milliarden US-Dollar beliefen. Laut der Erklärung von MAIB kam der Maschinensektor, der seine Exporte im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 66 Millionen Dollar auf 1,6 Milliarden Dollar gesteigert hatte, in wichtigen Märkten wie Deutschland, USA und England den Exportzahlen des Vorjahres nahe. Der Sektor, der in vielen unter Quarantäne gestellten Ländern den Exportrückgang auf einen einstelligen Wert reduzierte, steigerte seine Exporte auf dem weiterhin florierenden russischen Markt um 21,6 Prozent.

Kutlu Karavelioglu, Vorsitzender des Verbandes der Maschinenexporteure, sieht einen starken Aufschwung in der Industrieproduktion in der Türkei, was erklärt, dass dieses Segment tendenziell zum früheren Niveau der gesamten Fertigungsindustrie führen wird und sagte: "In diesem Jahr sind die Investitionen in Maschinen und Geräte in Deutschland und England um 16 Prozent und in den USA um 11 Prozent zurückgegangen. Wir gehen von einem schrumpfenden Markt von zwölf Prozent aus. Es wird uns aber gelingen, unseren Verlust auf fünf Prozent zu senken und ihn damit unter einer Milliarde US-Dollar zu halten. Unsere Produktion und unsere Kapazitätsauslastung zeigen sich aufsteigend. Der Vergleich bei den Indikatoren zeigt für uns bessere Werte als in vielen anderen Länder. Die Zukunft und die Auftragseingänge für das Jahr 2021 sehen positiv aus und sind ein Zeichen dafür, dass wir effizienter arbeiten werden."

Karavelioglu : "Wir pflegen enge Beziehungen zu Deutschland"

Karavelioglu gab an, dass man im November eine neue Untersuchung durchgeführt habe, um die Wirkung des Coronavirus auf Maschinenhersteller zu bestimmen und dass man bei der Analyse der Antworten der Unternehmen bemerkenswerte Ergebnisse erzielt habe. "Wir stellen fest, dass das Selbstvertrauen des Sektors im Vergleich zu den Anfängen der Epidemie gestiegen ist. Der Sektor scheint das Bewusstsein gewonnen zu haben, dass er diese Krise zu seinen Gunsten wenden wird, sofern er seine Liquidität aufrechterhalten kann. Wir sehen einen Anstieg unserer Bestellungen und Investitionen in die Modernisierung. Unsere Kapazitätsauslastungsraten sind inzwischen auf das übliche Niveau gestiegen, aber wir haben immer noch ein Leerlaufpotenzial von fast 30 Prozent, was neue Aufträge angeht. Wir stehen vor zwei sehr schwierigen Jahren, wir müssen unsere einheimischen Hersteller schützen. In diesem Jahr ist die Maschinenproduktion in der Türkei um fünf Prozent gestiegen, während die Maschinen- und Anlagenproduktion um acht Prozent gestiegen ist. Während die globale Wertschöpfungskette im Westen verkürzt werden soll, sind asiatische Länder ein großes Geschäft."

Karavelioglu fuhr fort und sagte: "Während wir uns auf den Wettbewerb mit dem Osten vorbereiten, entwickeln wir mit unseren Partnern im Westen weiterhin neue Projekte, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung und Industrie 4.0-Anwendungen. Wir pflegen eine viel engere Beziehung zu Deutschland, wo unser Verständnis von Qualität und Unternehmenskultur auf sehr fruchtbaren Boden fällt. Wir sind Mitglied der Technischen Akademie in Deutschland. In unserer letzten Veranstaltung haben wir evaluiert, wie wir die bestehende Zusammenarbeit zwischen den Sektoren und Unternehmen beider Länder verstärken können. Mit unseren türkischen Mechanikern werden wir im Jahr 2021 unsere Arbeit mit der gleichen Entschlossenheit fortsetzen."

(ce)

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