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Marmaris: Luxusjachten unterstützen die Wirtschaft

8.10.2020 21:03 Uhr

Das Coronavirus hat in diesem Jahr viele Branchen fast in die Knie gezwungen – unter anderem auch die Tourismusbranche. Doch in Marmaris haben es Luxusjachten – und ihre reichen Besitzer – ein bisschen leichter gemacht.

Volle Buchten in Marmaris (Bild: dha)

Urlaub auf Booten oder Jachten war in diesem Jahr so angesagt, wie noch nie. Wo sonst könnte man isoliert und abseits der Menschenmassen ausspannen, ohne Angst vor dem Virus? In Marmaris in der Provinz Mugla hat dies zu Hochbetrieb in den schönen Buchten der Ägäis geführt, und damit auch für klingelnde Kassen bei den Einwohnern der Küstendörfer.

Jachtbesitzer lassen viel Geld da

Ali Gök, der in der Selimiye Mahallesi, rund 37 Kilometer von Marmaris entfernt, zwei Restaurants und zwei Beach Clubs betreibt, sagt ganz offen: "Die Leute wollten wegen der Pandemie isoliert urlauben und ankerten in unseren Buchten. Und die Versorgung dieser Jachten und Segelboote hat einen ernsthaften Beitrag zu unserer Wirtschaft geleistet. Wir wussten nicht, ob wir unsere Betriebe während der Pandemie überhaupt öffnen sollten. Aber die Millionen-Dollar-Jachten, die in unseren Buchten ankern, haben uns Auftrieb gegeben. Die Jachtbesitzer setzen mit ihren Schlauchbooten über, essen in unseren Restaurants und lassen richtig viel Geld da".

Das gute Wetter hat für eine Verlängerung der Saison gesorgt (Bild: dha)

Bekanntheit durch Social Media

Auch Baris Ünlü, der ein Boutique-Hotel in Selimiye betreibt, ist glücklich. Er sagt, in diesem Jahr seien mehr Jachten in den Buchten und gerade die kleinen Supermärkte und Restaurants hätten das Beste aus der Situation gemacht. Dazu würden auch die Reichen beitragen, die während ihres Urlaubs viele Bilder der Dörfer und Läden machen und sie auf den sozialen Medien teilen würden. Das steigere den Bekanntheitsgrad und sorge für noch mehr Gäste.

Trotz Corona-Krise konnten sich kleine Läden über Kunden freuen (Bild: dha)

Die Jachtgäste lassen sich nicht nur von den Küstendörfern mit dem Nötigsten an Bord versorgen, so Ahmet Cetin, der biologisch angebauten Honig, Lavendel oder Oregano verkauft. Die Touristen würden die Dörfer besuchen und dabei zahlreiche Spezialitäten und Andenken kaufen.

(be)

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