Hürriyet

Marmara-See in der Türkei trocknet aus

13.8.2020 12:36 Uhr

Der Marmara-See ist ein wichtiges Vogelschutzgebiet in der westlichen Provinz Manisa. Doch aufgrund der Dürre in der Region ist der See nun ausgetrocknet.

Der See bietet normalerweise rund 20.000 Wasservögeln Schutz und Lebensraum. Vor allem gefährdete Vogelarten wie Kormorane und Pelikane ließen sich hier gerne nieder.

Zudem war der See eine Lebensgrundlage für eine Reihe von Fischers-Familien in den umliegenden Stadtteilen, die sich nun in einer schwierigen Situation befinden. Der Wasserstand ist auf nur noch 50 Zentimeter gesunken, was es den Einheimischen unmöglich macht, angeln zu gehen.

Seit Jahren keine solche Dürre

Des Weiteren hindert die Dürre auch die Bewässerung der umliegenden landwirtschaftlichen Flächen. „Wir haben seit vielen Jahren keine solche Dürre mehr gesehen. Normalerweise ist die Seeoberfläche zu diesen Jahreszeiten voller Fischerboote. Die Fischereitätigkeiten wurden vollständig eingestellt. Wir brauchen Beamte, die uns helfen“, sagte Selim Selvioglu, der Muhtar (Dorfvorsteher) des Stadtteils Tekelioglu.

Laut Cem Yalvac, dem Leiter der Landwirtschaftskammer in Salihli, versorgt der Marmara-See 40 Stadtteile in drei Distrikten mit Wasser für die landwirtschaftliche Bewässerung. „Die Dürre in der Region ist ziemlich ernst. Der Marmara-See ist sowohl für dieses Gebiet als auch für die gesamte Ägäisregion sehr wichtig. Es ist die Heimat von Tausenden von Vögeln. Im See ist jetzt kein Vogel oder ein anderes Tier mehr zu finden“, fügte Yalvac hinzu.

(gi)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.