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Markus Merk fordert Rot-Amnestie für Torunarigha

7.2.2020 9:16 Uhr

Der ehemalige Spitzenschiedsrichter Markus Merk ist gegen eine Sperre für Hertha-Profi Jordan Torunarigha nach dessen Gelb-Roter Karte im DFB-Pokalspiel beim FC Schalke 04.

Der Berliner war am 4. Februar von Schiedsrichter Harm Osmers aus Hannover nach einem Zweikampf mit Omar Mascarell vom Platz gestellt worden. Zuvor war er auch noch unabsichtlich mit Schalkes Trainer David Wagner zusammengestoßen und hatte einen Getränkekasten zu Boden geworfen. Davor sollen Schalke-Fans unter anderem Affenlaute in Richtung des 22-Jährigen gerufen haben.

Untersuchung beim DFB eingeleitet

"Wir wissen jetzt, was dieser Spieler während der Partie durchmachen musste. Das ist gravierend", sagte Merk dem Portal "t-online.de". "Als Mensch sage ich: Es wäre eine große Geste, Torunarigha nun nicht für das nächste Pokalspiel zu sperren."

Wegen der Rassismusvorwürfe hat der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes eine Untersuchung eingeleitet. Auch die Polizei Gelsenkirchen ermittelt deswegen. Der FC Schalke 04 hat sich bei Torunarigha entschuldigt, der Fußball-Bundesligist will nach eigenen Angaben die Kamera- und Tonaufnahmen aus dem Spiel intensiv sichten.

(ce/dpa)

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