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Mario Gomez und sein Kampf mit dem VAR

17.12.2019 11:37 Uhr

Wieder war es eine Millimeter-Entscheidung, wieder fiel sie zu Ungunsten von Mario Gomez aus: Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler verzweifelt nach seinem fünften (!) Abseitstreffer binnen drei Spielen am "bescheuerten" Videobeweis. "Das ist einfach so ein Bullshit", schimpfte der 34-Jährige bei Sky, nachdem sein vermeintlicher Siegtreffer (66.) beim 1:1 (1:1) des VfB Stuttgart bei Darmstadt 98 am Montagabend aberkannt worden war. "Vielleicht ist das jetzt die Quittung der Schiedsrichter, die da im Keller sitzen, dafür, dass ich ihnen 20 Jahre auf dem Platz auf die Eier gegangen bin", ergänzte er.

Die Fans kämen ins Stadion, "weil sie Tore sehen wollen", sagte Gomez. Es sei deshalb nicht sinnvoll, "wenn wir jetzt immer wegen zwei Zentimetern zurückpfeifen - und so wie ich das sehe, waren es nicht mal zwei. Das ist ein Witz!" Bei besagter Szene hatte Gomez sein rechts Knie hauchdünn vor der angezeigten Abseitslinie. Dass diese mit dem Lineal gezogen werde, sei "ein Wahnsinn", sagte er.

"Bescheuerter Videobeweis" ist Zentimetersache

Die Schiedsrichter-Assistenten stünden wegen des "bescheuerten Videobeweises" massiv unter Druck, im Zweifel jede verdächtige Szene überprüfen zu lassen, meinte Gomez und schloss: "Ich bin froh, dass es für mich nicht mehr fünf Jahre geht, weil das so keinen Spaß macht!" Wann der 78-malige Nationalspieler (31 Tore) seine Karriere beendet, ist noch offen, sein Vertrag beim VfB läuft im Sommer aus.

Tore von Gomez waren zuletzt bei der Niederlage in Sandhausen (1:2/drei) und gegen den 1. FC Nürnberg (3:1/eines) nach Videobeweis zurückgepfiffen worden. Statt sieben kommt er deshalb auf "nur" zwei Saisontreffer. In Darmstadt traf der VfB zudem durch Philipp Förster (78.) zum elften Mal Aluminium in dieser Spielzeit und verpasste den Sprung auf Aufstiegsrang zwei. Der Rückstand der Schwaben auf Tabellenführer Arminia Bielefeld beträgt vier Punkte.

(ce/afp)

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