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Maredo meldet Insolvenz an

24.3.2020 11:05 Uhr, von Andreas Neubrand

Die Coronakrise fordert erneut ein Opfer unter den Restaurant-Ketten: Dieses mal die Steakhouse-Kette Maredo. "Vorsorglich" habe man beim Amtsgericht Düsseldorf einen Insolvenzantrag gestellt, heißt es vonseiten der Maredo Gruppe, die die Maredo Steakhouse-Kette betreibt.

Die Kette umfasst 35 Restaurants in Deutschland und in Österreich und beschäftigt rund 1.000 Mitarbeiter, allein 950 davon Deutschland. Ob die Maredo-Kette unter den geplanten Rettungsschirm flüchten kann, wird derzeit von der Unternehmensleitung geplant. Sollte dies der Fall sein, werde man den Insolvenantrag zurückziehen, berichtet t-online.

Sanierung noch nicht vom Tisch

Dabei wäre eine Sanierung durchaus eine Option, sagt Thomas Hoffmann, Co-Leiter der Praxisgruppe Restrukturierung & Insolvenz bei Noerr, der das Unternehmen berät: „Das Verfahren wurde in Eigenverwaltung beantragt, um alle Optionen offenzuhalten, sollte die Eröffnung der Restaurants wieder möglich werden.“ Berichten des Handelsblatt zufolge, sei der Umsatz in den letzten Jahren dramatisch eingebrochen. Das Unternehmen gelte seit Jahren als Sanierungsfall.

Die Kette wurde 1973 am Berliner Kurfürstendamm gegründet. Der Name setzt sich aus jeweils zwei Buchstaben der Namen der Gründer Manfred Holl, Karl-Heinz Reinheimer und Udo Schlote zusammen.

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