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Mann soll Anschlag geplant haben - Verbindung zu Sri Lanka

1.5.2019 6:42 Uhr

Auch im Nachbarland Indien wird nach den verheerenden Anschlägen in Sri Lanka wegen möglicher Anschlagspläne ermittelt. Indiens Anti-Terror-Ermittlungsbehörde NIA berichtete über vier Festnahmen im südlichen Bundesstaat Kerala wegen mutmaßlicher Verbindungen zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS).

Einer der Festgenommenen habe zugegeben, einen Selbstmordanschlag in Kerala geplant zu haben und seit mehr als einem Jahr Videos des mutmaßlichen Drahtziehers der Osteranschläge, Mohammed Zaharan, geschaut zu haben, hieß es. Der 29-Jährige habe auch angegeben, im Internet Kontakt zu einem indischen IS-Anhänger im Ausland gehabt zu haben, der in einer Audio-Botschaft zu Anschlägen in Indien aufgerufen habe. Der Mann befinde sich seit Dienstag in Untersuchungshaft, sagte ein NIA-Sprecher.

Auch wegen der Nähe zu Sri Lanka seien die Küstenwache, Polizei, Bombenentschärfer und andere Behörden in Kerala angewiesen worden, wachsam und aufmerksam zu sein, sagte ein Polizeisprecher. 15 junge Menschen aus Kerala hatten sich nach Angaben der Behörden vor drei Jahren dem IS in Afghanistan und Syrien angeschlossen.

Die Terror-Anschläge in Sri Lanka

Am Ostersonntag hatten neun Selbstmordattentäter Anschläge unter anderem auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels in Sri Lanka verübt. Dabei kamen mehr als 250 Menschen ums Leben. Die Attentäter gehörten nach Angaben der Regierung einer einheimischen Islamistengruppe an, die der Hassprediger Zaharan gegründet hatte. Er sprengte sich in einem der Hotels in die Luft. Indische Geheimdienste hatten Sri Lanka vorab über Anschlagspläne von Zaharans Gruppe gewarnt. Der IS reklamierte die Anschläge für sich.

(gi/dpa)