Imago/Seeliger

Silvesternacht: Rakete auf Polizisten, lebensgefährliche Verletzungen

1.1.2019 8:17 Uhr

Polizisten in Dortmund sind in der Neujahrsnacht mit einer Silvester-Rakete beschossen und mit Flaschen beworfen worden. Zu den Angriffen auf die Beamten kam es nahe der Innenstadt aus einer Personengruppe heraus, wie die Polizei über Twitter mitteilte.

Die Lage habe aber schnell wieder beruhigt werden können. Verletzt worden sei niemand, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann, der die Rakete geschossen habe, sei in Gewahrsam genommen worden. Weitere Personen sollten angezeigt werden.

Entschärfer müssen anrücken

Unterdessen haben sich zwei Männer in Essen beim Zünden von selbstgebauten Feuerwerkskörpern lebensgefährliche Verletzungen zugefügt. Rettungskräfte brachten die 31 und 33 Jahre alten Männer ins Krankenhaus.

Laut Polizei hatten sie die Feuerwerkskörper in mehreren Koffern auf einen Schulhof transportiert. Die Polizei sperrte den Hof ab und forderte Entschärfer des Landeskriminalamtes an, um das explosive Material unschädlich zu machen.

Böller in Hosentasche explodiert

Schwere Verletzungen nach einer Verkettung unglücklicher Umstände zog sich auch ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Bamberg in Bayern zu. Ein 26-Jähriger hatte nach Polizeiangaben in Oberhaid einen kleinen Kracher geworfen, der dann in der Tasche des Mannes landete.

Darin sei wiederum Leuchtspurmunition gebunkert gewesen, die wegen der Hitze explodiert sei, teilte die Polizei mit. Der 23-Jährige wurde mit schweren Verletzungen am Bein und an einer Hand in eine Spezialklinik gebracht.

Dramatische Neujahrsnacht für Kirmesbesucher

Eine Gruppe französischer Kirmesbesucher hat den Jahreswechsel in Eiseskälte und schwindelerregender Höhe verbringen müssen: Neun Stunden lang steckten die acht jungen Leute über der Stadt Rennes in einem defekten Fahrgeschäft fest und mussten schlimme Ängste ausstehen. Normalerweise befördert der "BomberMaxxx" die Fahrgäste auf der Kirmes an einem rund 50 Meter langen metallenen Schwenkarm im Kreis herum. Ausgerechnet amSilvesterabendblockierte das Gerät.

"Ich hätte nie gedacht, dass wir da noch rauskommen, es war wirklich traumatisch", sagte ein 23-Jähriger nach seiner Rettung durch die Feuerwehr. "Es hat lange gedauert, es war kalt, und es war furchteinflößend." Ein weiterer Fahrgast berichtete: "Wir haben Funken gesehen, ein metallenes Geräusch gehört und das Schlimmste befürchtet."

(bl/dpa/afp)

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