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Manisa: Hundert Biker bringen Corona-Hilfen zu Isolierten

26.4.2020 17:21 Uhr

Von Donnerstag bis Sonntagnacht gilt in 31 Städten der Türkei ein Ausgangsverbot. Für alle? Nicht für alle, denn eine Gruppe von rund 100 Bikern in Manisa liefert mit der Erlaubnis des Innenministeriums alles aus, was während der Ausgangssperre nötig sein sollte – vom Brot bis hin zu Medikamenten.

Der "Manisa Chopper Kings Mc" – ein Motorradclub in der westtürkischen Stadt Manisa - wollte während der Ausgangssperre nützlich sein und beantragte eine Sondergenehmigung bei der zuständigen Behörde. In Zusammenarbeit mit dem Sozialverband Vefa übernehmen die rund 100 Motorradfahrer während der Ausgangssperre nun Lieferdienste.


Das Vereinshaus der "Chopper Kings MC" in Manisa (Bild: dha)

"Wir wollten etwas beisteuern"

"Wir haben uns gedacht, dass die Menschen während der Ausgangssperre bestimmt so einige Bedürfnisse haben werden. Und auch, wenn sich die Stadtverwaltungen um die nötigen Lieferungen kümmert, wollten wir als Bürger ebenso etwas beisteuern. Mit der Erlaubnis der Verwaltung von Sehzadeler dürfen wir nun freiwillige Kurierdienste übernehmen und sind sehr glücklich darüber", so einer der Motorradliebhaber, Ramazan Yüksel.

Die Biker nehmen Medikamentenlieferungen in Empfang (Bild: dha)

Der Präsident der Clubs, Sükrü Demirgürz, ist glücklich, dass sie etwas beitragen können und freut sich, in diesen Zeiten Hilfe zu leisten – wie klein sie auch sein mag. Sümeyra Boztemür, eine Bewohnerin des Sehzadeler-Viertels, die am Sonntag bemerkte, dass ihr ein wichtiges Medikament fehlt, ist auf jeden Fall glücklich über die freiwillige Arbeit des Motorradclubs.

(Berna Ehrhardt)

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