epa/Ronald Wittek

Münchner Siko: Nato betont Dialog mit Russland

15.2.2019 17:00 Uhr

In München tagen Politiker und Sicherheitsexperten aus aller Welt und beraten die weltweite Sicherheitslage. Geplant sind Gespräche über Russland, Syrien und den Iran.

Im Bayrischen Hof

Zu Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz hat Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg die Wichtigkeit eines Dialogs mit Russland betont. "Es ist wichtig, sich zu treffen und auch schwierige Themen wie die Verletzung des INF-Vertrags zu diskutieren", sagte der Norweger am Freitag. "Dialog ist immer wichtig, aber vor allem dann, wenn es so starke Spannungen gibt wie derzeit."

Stoltenberg wollte sich bei der Münchner Sicherheitskonferenz unter anderem mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow treffen und dabei vor allem das Thema Rüstungskontrolle ansprechen. Die Nato-Staaten werfen Russland vor, mit neuen Marschflugkörpern gegen den INF-Vertrag zum Verzicht auf atomare landgestützte Mittelstreckenwaffen zu verstoßen. Die USA haben das Abkommen deswegen Anfang Februar aufgekündigt.

Stoltenberg verwies in München noch einmal darauf, dass es noch eine letzte Chance gibt, den INF-Vertrag zu retten. Dafür müsste Russland allerdings bis zum Ablauf der sechsmonatigen Kündigungsfrist die Verschrottung seines neuen Waffensystems zusagen. Anzeichen dafür gibt es nicht.

Vor dem Bayrischen Hof

Wenige Stunden vor Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz ist in München ein Einsatzfahrzeug der Polizei in Flammen aufgegangen. Nach einer ersten Begutachtung sei von einer vorsätzlichen Brandstiftung auszugehen, teilte die Polizei am Freitag mit. Ein Polizeisprecher sagte, dies könne "natürlich" im Zusammenhang mit der Sicherheitskonferenz stehen. Konkrete Hinweise gebe es aber bisher nicht.

Das Einsatzfahrzeug gehörte der Polizei in Rheinland-Pfalz, die Kräfte zum Schutz des Treffens internationaler Spitzenpolitiker nach München abgeordnet hatte. Rheinland-pfälzische Polizisten entdeckten gegen 02.00 Uhr in der Nacht zum Freitag das brennende Fahrzeug. Das Fahrzeug stand in einem öffentlich zugänglichen Bereich. Es sei ein Schaden in Höhe von etwa 70.000 Euro entstanden.

(an/dpa/afp)

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