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Müller betroffen vom mutmaßlichen Suizid von elfjährigem Mobbingopfer

2.2.2019 19:31 Uhr

Kinder von elf Jahren sollen und müssen andere Gedanken haben, als sich wegen Mobbings das Leben zu nehmen. Entsprechend erschüttert zeigte sich Berlins Bürgermeister Michael Müller von der SPD über Berichte, dass ein elfjähriges Mädchen sein Leben wegen Mobbing beendete.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat sich erschüttert über den Fall eines elfjährigen Mädchens gezeigt, das sich vermutlich aufgrund von Mobbing an ihrer Grundschule selbst das Leben nahm. "Ich bin betroffen vom Tod der Schülerin", sagte Müller dem "Tagesspiegel" am Samstag.

Machen "Respekt Coaches" an Schulen wirklich Sinn oder müssen Gesetze her?

"Die Schulverwaltung wird das genau prüfen." Das Mädchen ging laut "Tagesspiegel" in eine Schule im Bezirk Reinickendorf. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) sagte dem Blatt: "Ich nehme alle Vorwürfe sehr ernst, und wir werden den Fall, wie andere Trauerfälle auch, umfassend aufarbeiten." Gewalt- und Krisenpsychologen seien in die Schule geschickt worden, um mit den Lehrern Trauermöglichkeiten auszuarbeiten.

Um gegen Mobbing vorzugehen, will Scheeres dem Bericht zufolge sogenannte "Respekt Coaches" an die Schulen schicken. Das Projekt sei vom Bundesfamilienministerium gestartet worden und werde mit 23 Millionen Euro gefördert. Es soll neben Prävention gegen Mobbing auch politischer Radikalisierung vorbeugen.

(ce/afp)