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Müll, Abwasser und Grundsteuer: Wo die Mietnebenkosten am höchsten sind

10.1.2019 13:40 Uhr

Es gibt große regionale Diskrepanzen bei den Mietnebenkosten. Süddeutsche Mieter kommen bei Müll und Abwasser besser weg als die Bewohner weiter nördlich gelegener Regionen.

Müll, Abwasser und Grundsteuer kommen Mieter in Leverkusen am teuersten zu stehen. Weniger als halb so viel Geld dafür verlangt Regensburg - die in dieser Hinsicht günstigste Stadt Deutschlands.

Eine vierköpfige Familie in einer Leverkusener Standard-Wohnung im jährlichen Schnitt fast 2000 Euro, in Regensburg dagegen nur knapp 860 Euro. Das hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln im Auftrag des Hauseigentümerverbands Haus&Grund ausgerechnet. Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) warf Haus&Grund vor, Äpfel und Birnen zu vergleichen.

Nicht enthalten in der Rechnung des IW sind Heiz-, Strom- und Frischwasserkosten oder andere Gebühren wie Zählerablese und Wartung - diese Kosten können Vermieter ebenfalls auf ihre Mieter umlegen. Berlin rangiert auf Platz 94 mit durchschnittlichen Kosten von 1619 Euro am oberen Ende der Kostenskala. Hamburg liegt auf Platz 64, das ansonsten teure München ist auf Platz 19 zumindest in dieser Hinsicht eher günstig. Untersucht wurden die Preise in 100 Städten.

Süddeutschland vs. Norddeutschland

Die finanziell in der Regel besser gestellten Städte Süddeutschlands verlangen laut Studie häufig weniger Geld für Müll, Abwasser und Grundsteuer als Kommunen in Nordrhein-Westfalen oder Brandenburg. Unter den zehn Städten mit den teuersten Gebühren sind acht aus NRW: Neben Leverkusen sind das Wuppertal, Bergisch Gladbach, Duisburg, Lünen, Witten, Mönchengladbach und Moers. Dagegen findet sich unter den Top 10 mit den günstigsten Gebühren mit Ratingen nur eine Kommune aus Nordrhein-Westfalen, dagegen vier baden-württembergische Städte: Ludwigsburg, Heidelberg, Esslingen und Heilbronn.

"Abwasser- oder Abfallentgelte haben deutschlandweit nicht die gleiche Zusammensetzung", hieß es dazu beim VKU. "Sie berücksichtigen unterschiedliche Leistungen, Standorte und weitere örtliche Faktoren", sagte eine Sprecherin. "Entscheidend sind zudem die Rahmenbedingungen, die in einem Ver- oder Entsorgungsgebiet vorherrschen, also der Standort."

(be/dpa)