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ManCity schlachtet Schalke 04 mit 7:0

12.3.2019 22:59 Uhr

Manchester City hat in der Champions League vor eigenem Publikum den FC Schalke 04 mit 7:0 grausam abgeschlachtet. Es war selbstverständlich die höchste Niederlage in der Champions League, welche die lange Vereinsgeschichte der Knappen gesehen hat. Auch wenn man in der Bundesliga recht weit unter steht und in einer Krise steckt, darf man niemals so gnadenlos untergehen. Das war der fußballerische Offenbarungseid der Königsblauen, an dem selbst eingefleischte Fans noch lange werden knabbern müssen. Doppelt schlimm: Nationalkicker Leroy Sane lieferte gegen seinen alten Verein ein Tor und drei Vorlagen.

Für den angezählten Trainer Domenico Tedesco wird die Lage nach dieser offensiv harmlosen und defensiv indiskutablen Vorstellung immer prekärer. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) geht es im Bundesliga-Heimspiel gegen RB Leipzig nach dem Absturz auf Platz 14 nicht nur um Punkte für den Klassenerhalt, sondern auch um den Job des 33-Jährigen. Denn der neue Sportvorstand Jochen Schneider hatte Tedesco nach sieben Ligaspielen ohne Sieg vorerst nur eine weitere Woche im Amt zugestanden.

Sergio Agüero mit einem umstrittenen Foulelfmeter (35.) und einem Schuss durch die Beine von Torhüter Ralf Fährmann (38.) sowie der Ex-Schalker Sane (42.) zerstörten innerhalb von acht Minuten die vagen Schalker Hoffnungen auf ein Fußball-Wunder nach dem 2:3 im Hinspiel auf brutale Art und Weise. Raheem Sterling (56.), Bernardo Silva (71.), Phil Foden (78.) und Gabriel Jesus (84.) erhöhten nach der Pause. Insgesamt fünfmal griff der Videoassistent ins Spiel ein.

Kann-Elfer zur Führung von Manchester

Tedesco hatte Nationalspieler Mark Uth und "Enfant terrible" Amine Harit aus disziplinarischen Gründen zu Hause gelassen. Abwehrspieler Matija Nastasic, der von 2012 bis 2015 bei City spielte, fiel kurzfristig wegen einer Fußprellung aus. Sane, der im Hinspiel nach seiner Einwechslung mit einem Traumtor für den späten 2:2-Ausgleich gesorgt und seinen alten Klub aus allen Träumen gerissen hatte, stand diesmal in der City-Startelf.

Wie eine Mannschaft, die unbedingt gewinnen muss, spielte Schalke nicht. Pep Guardiolas Starensemble - trotz der guten Ausgangsposition quasi in Bestbesetzung - schnürte vor 51.518 Zuschauern die Gelsenkirchener von Beginn an in der eigenen Hälfte ein. Nach einer Hereingabe von Raheem Sterling traf Agüero den Außenpfosten (14.).

Eine gute halbe Stunde verteidigten die Königsblauen ordentlich, die Passmaschine des englischen Meisters kam noch nicht auf Touren. Allerdings gingen die Citizens angesichts des Vorsprungs aus dem Hinspiel auch nicht volles Risiko. So brauchte Manchester einen fragwürdigen Elfmeter zur Führung: Nach einem Zweikampf von Jeffrey Bruma gegen Bernardo Silva entschied der französische Schiedsrichter Clement Turpin auf Foul, der Videoassistent widersprach nicht. Agüero verwandelte mit einem lässigen Schlenzer.

Schon nach 45 Minuten war die Messe gelesen

Erst drei Minuten später verbuchten die Schalker durch Benjamin Stambouli ihren ersten Torschuss. Im Gegenzug zerstörte Agüero mit seinem zweiten Tor die allerletzten Zweifel am Aus des Bundesligisten. Nach einem Hackentrick von Sterling schoss der Argentinier Fährmann den Ball durch die Beine. Den nächsten Angriff der Gastgeber schloss Sane mit dem 3:0 ab.

Nach der Pause setzte der Ex-Schalker mit einem genialen Pass Sterling in Szene, der den Ball in den Winkel schoss. Zuvor war ein Treffer von Sane wegen Abseits zurückgenommen worden (53.). Dafür legte der Nationalspieler in der 71. Minute für Silva erfolgreich auf. In der Schlussphase zerfiel Schalke in seine Einzelteile.

(ce/afp)

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