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Manchester United mit sicherem Heimsieg gegen Basaksehir

24.11.2020 23:08 Uhr

Manchester United hatte im Spiel der Gruppe H der Champions League gegen den türkischen Meister Basaksehir eine Scharte im ehrwürdigen Old Trafford auszuwetzen. 2:1 ging das Spiel in Istanbul für die Engländer verloren und das würde das Team von Coach Ole Gunnar Solskjaer sicher nicht auf sich sitzenlassen wollen. Ganz besonders aus dem Grund, da man unbedingt den zweiten Tabellenplatz erreichen muss, damit es in der Champions League weitergehen kann. Da würde ein Heimsieg für United neun Punkte auf dem Ticker bedeuten, mit denen man langsam über das Weiterkommen in dieser starken Gruppe mit RB Leipzig und Paris Saint-Germain nachdenken können. Mit einem 4:1-Heimsieg gelang United die Revanche und Platz eins der Tabelle wurde gesichert.

Vor dem Spiel in der Champions League zwischen Manchester United und dem türkischen Meister Basaksehir fragte man sich automatisch, ob sich die Engländer wieder so lustlos zeigen würden wie im Hinspiel. Und die Frage war schnell beantwortet: Nein. Man United gab richtig Gas, operierte zielstrebig und es schien früh nur eine Frage der Zeit zu sein, wann es bei den Istanbulern im Kasten klingeln würde. Nach einer Ecke versuchte dann Alexandru Epureanu zu klären, kriegte mit dem Kopf aber keinen Druck unter den Ball und am Rand der Box stand Bruno Fernandes (7. Minute) bereit, der die Kugel wie an der Schnur gezogen unter den Querbalken zimmerte – 1:0. Das ging so fix, wie es sich andeutete. Danach kam dann IBB etwas besser in die Partie, wehrte sich auch etwas. Doch das Ganze ohne Wirkungstreffer. Darum kam es, wie es kommen musste. Dabei war dann Keeper Mert Günok die tragische Figur. Flanke von der linken Außenbahn, eigentlich todsichere Beute für den Nationalkeeper im Kasten des türkischen Meisters. Aber man sah ihm an, wie er überlegte – fangen oder fausten. Und die zwei Sekunden Zeit zu überlegen und sich vom Fausten aufs Fangen umzuentscheiden, waren tödlich. Das Leder rutschte Mert Günok durch die Hände und Bruno Fernandes (19. Minute) bedankte sich artig für das Geschenk – mit dem 2:0 aus kurzer Distanz.

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Ruhigere zweite Hälfte von Manchester United

Damit war im Old Trafford die Messe im Grunde schon fast gelesen. Und Manchester machte weiter, war drückend überlegen. Das Ganze manifestierte sich in einem langen Pass fast vom eigenen Strafraum in die Hälfte von Basaksehir. Marcus Rashford startete an der Mittellinie durch, zog mächtig an und in der Box checkte ihn Boli Bolingoli selten ungeschickt weg, wofür sich Rashford fallend bedankte – der 40-jährige Ovidiu Alin Hategan aus Rumänien pfiff sofort Elfmeter. Rashford (35. Minute) trat nach der VAR-Prüfung auf Abseits selbst an, schickte Mert von sich aus in die linke Ecke und schoss dann lässig ins rechte Eck – 3:0. Das sah dann schon recht bitter für die Istanbuler aus. In den ersten 35 Minuten war das ein klarer Klassenunterschied. Die Hauptfrage nach dem dritten Treffer war, würde Basaksehir nun auseinanderfallen und hier im Old Trafford ein Debakel erleben oder würde United Dampf aus dem Spiel nehmen. IBB spielte nun doch wieder mit und Demba Ba (43. Minute) hätte fast verkürzen können – wäre da nicht Kapitän Harry Maguire im Weg gewesen, der zur Ecke lenkte. So ging es mit 3:0 im Old Trafford in die Pause.


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In den zweiten 45 Minuten sah man schnell, dass die Engländer es etwas ruhiger angehen lassen wollten. Nicht, dass sie ungefährlich gewesen wären, aber der unbedingte Wille, es im Kasten von Mert klingeln zu lassen, der war nicht mehr so deutlich spürbar. Trotzdem hätte Edison Cavani (49. Minute) beinahe getroffen, doch ein Bein verstellte ihm den Weg zum Torjubel. Eine Minute später prüfte Eden Visca Keeper David de Gea, der aber gut abwehrte. Basaksehir versuchte nun, wo die Engländer den Drive rausnahmen – auch durch vier Auswechselungen bis zur 59. Minute – mehr Spielanteile zu gewinnen und auch einmal Ballstafetten zu spielen. Das jedoch ohne echten Erfolg, denn hinten stand Manchester weiter sehr sicher und beim türkischen Meister fehlten schlicht die spielerischen Mittel, sich in Gefahrenpositionen zu kombinieren. Und plötzlich kam dann doch nochmals Bewegung auf – durch Basaksehir. Direkter Freistoß aus halblinker Position und statt Eden Visca macht es plötzlich der in Enschede geborene Deniz Türüc (75. Minute). Ganz frech erwischte er de Gea und der konnte den Ball nur klar inter der Linie rausklatschen – 3:1. Damit hatte kaum jemand gerechnet. Nun drehte Basaksehir auf und in der 80. Minute nagelte Visca das Leder krachend an die Latte. In der Nachspielzeit war es dann der eingewechselte Youngster Daniel James (90.+2 Minute), der einen blitzsauberen Konter mit der Tor zum 4:1 abschloss. Der andere Youngster, Mason Greenwood, hatte James den Treffer mit einem uneigennützigen Querpass aufgelegt. Danach war das Ding durch und Manchester zementierte die Tabellenspitze in Gruppe H.

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(ce)

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