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Makohai soll besser geschützt werden

25.8.2019 20:32 Uhr

Einer der schnellsten Fische der Weltmeere, der Makohai, wird besser geschützt. Das beschloss die Mehrheit der 183 Unterzeichner des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (Cites) am Sonntag in Genf. Der Makohai soll - wie bereits 20 andere Hai- und Rochenarten - auf den Anhang 2 des Abkommens gesetzt werden.

Dann müssen Export- und Fischereiländer Daten erheben und dürfen die Haie nur noch fischen, wenn sie nachweisen, dass die kommerzielle Nutzung das Überleben der Art nicht gefährdet. Die Beschlüsse müssen kommende Woche vom Plenum der Konferenz noch bestätigt werden.

Der Makohai wird bis zu vier Meter lang

Der Makohai wird bis zu vier Meter lang. Er geht vor allem als Beifang in die Netze von Fischern, die nach anderen Arten suchen. Er ist aber begehrt wegen seiner Flossen, die in Asien als Delikatesse gelten. Der Hai steht auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) als stark gefährdet. Die Zahlen seien in Dreiviertel seines Verbreitungsgebiets nach Studien um bis zu 76 Prozent zurückgegangen Im Mittelmeer ist er fast ausgestorben, wie ein EU-Vertreter sagte.

Problem bei den Haien ist, dass sie sich nur langsam vermehren. Weibchen werden erst ab 18 Jahren geschlechtsreif, sagte Meeresforscher Ralf Sonntag, der für den Internationalen Tierschutz-Fonds (IFAW) bei der Cites-Tagung in Genf ist.

Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO meinte, die vorliegenden Daten machten eine Listung auf Anhang 2 nicht nötig. Die USA, Neuseeland, China, Japan und andere Länder waren dagegen. Es gebe in den Weltmeeren Millionen Makohaie, sagte die Vertreterin Neuseelands. In einigen Regionen wachse die Population sogar.

(an/dpa)

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