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Mainz 05 schlägt Frankfurt im Derby

2.12.2019 23:02 Uhr

Mit großer Spannung wurde am Montagabend das Rhein-Main-Duell zwischen dem FSV Mainz 05 unter seinem neuen Trainer Achim Beierlorzer und der Eintracht Frankfurt erwartet. Elf Spiele konnte die Eintracht gegen die Rheinhessen in der Bundesliga nicht gewinnen - und es klappte auch im zwölften Aufeinandertreffen nicht. Bis zur Halbzeit sah es mit der Führung gut aus für die SGE, doch in in der zweiten Hälfte missverstand man den Karnevalssatz "Wolle mer'n eroilosse?" irgendwie und kassierte in Unterzahl noch zwei Treffer. Mit dem 2:1-Heimsieg behielt Mainz die drei Punkte und Frankfurt machte sich mit leeren Händen auf den kurzen Heimweg.

Eine Woche nach dem furiosen 5:1-Auswärtserfolg beim Debüt von Trainer Beierlorzer in Hoffenheim bezwangen die Mainzer Eintracht Frankfurt mit 2:1 (0:1). Nach einer Roten Karte für Dominik Kohr (44./Notbremse) hatten die Gastgeber mehr als eine Halbzeit in Überzahl agiert. Karim Onisiwo (50.) und Joker Adam Szalai (69.) drehten nach dem Frankfurter Führungstreffer durch Martin Hinteregger (34.) die Partie. Während sich die Mainzer nach dem fünften Saisonsieg und mit nun 15 Zählern Richtung Tabellenmittelfeld orientieren, verpasste es die Eintracht vier Tage nach dem Europa-League-Erfolg beim FC Arsenal auch in der Liga in die Erfolgsspur zurückzukehren und zudem erstmals seit 33 Jahren beim rheinhessischen Rivalen zu gewinnen.

Verspätung durch Pyro-Theater vor dem Spielanpfiff

Die Partie hatte mit rund zehn minütiger Verspätung begonnen, nachdem aus dem Eintracht-Fanblock mehrere pyrotechnische Leuchtfeuer, Rauchkörper sowie ein Böller auf den Rasen geflogen waren. Sebastian Rode und Filip Kostic wurden beim Versuch, den eigenen Anhang zur Räson zu rufen, unwirsch verscheucht. Schiedsrichter Manuel Gräfe bat beide Mannschaften erneut in die Kabine, ehe er die Partie anpfiff.

Die Atmosphäre blieb allerdings danach beinahe so frostig wie die Temperaturen. Aus Protest gegen die Montagsspiele verzichteten die Mainzer exakt 15:30 Minuten auf die üblichen Gesänge - Frankfurts Anhänger sogar die komplette erste Hälfte. Nur bei guten Torszenen, wie etwa dem ersten gefährlichen Abschluss durch den Mainzer Pierre Kunde (6.) oder auf der Gegenseite einer Direktabnahme von Kohr (11.), kam Stimmung auf.

Hinteregger lässt Hoffnung Hoffnung aufkeimen

Insgesamt war Mainz in Halbzeit eins die etwas aktivere Mannschaft, ohne sich dabei allerdings zwingende Tormöglichkeiten herauszuspielen. Stattdessen schlug Frankfurt nach einer clever ausgespielten kurzen Eckenvariante zu. Der aufgerückte Hinteregger traf letztlich per Flachschuss aus rund elf Metern zur Führung. FSV-Torhüter Robin Zentner sah dabei nicht gut aus.

Bildquelle: imago images / Jan Huebner

Kohrs Foul als letzter Mann änderte dann jedoch die Vorzeichen der Partie. Während der fällige Freistoß von Kunde noch wenig Gefahr brachte, machte sich die Mainzer Überzahl nach dem Seitenwechsel so richtig bemerkbar. Gegen Jean-Paul Boetius (47.) klärte Eintracht-Keeper Frederik Rönnow noch mit einer starken Parade, gegen Onisiwos von Hinteregger abgefälschten Schuss war er jedoch chancenlos. Mainz hatte nun Möglichkeiten im Minutentakt.

Mainz am Ende das bessere Team

Die Eintracht hatte allerdings zunächst viel Glück, dass es beim 1:1 blieb. Erst als ein vermeintlicher Treffer von Onisiwo (53.) auf Intervention des Videoschiedsrichters zurückgenommen wurde, weil der Ball zuvor im Aus gewesen war. Dann als Szalai (59.) im Nachsetzen nach einem Schuss von Levin Öztunali aus kürzester Distanz scheiterte. Wenig später machte es der Ungar dann besser und mit seinem ersten Treffer seit der Rückkehr aus Hoffenheim die Wende perfekt. Filip Kostic vergab in der Nachspielzeit die Chance zum Ausgleich.

(ce/afp)

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