epa/Felipe Trueba

Mahnwache nach tödlichem Unfall

7.9.2019 23:54 Uhr

Am Samstagabend haben mehrere Hundert Menschen mit einer Mahnwache der Opfer des schweren Verkehrsunfalls am Vorabend in Berlin-Mitte gedacht. Viele Teilnehmer setzten sich auf die Invalidenstraße, die für den Verkehr abgesperrt war.

Vier Minuten schwiegen sie - je eine Minute für jedes Todesopfer. Für jedes wurde auch eine weiße Kunststofffigur am Unfallort aufgestellt.

Ein Geländewagen war am Freitagabend von der Straße abgekommen. Die Unfallursache war zunächst unklar, die Polizei zieht bei ihren Ermittlungen unter anderem gesundheitliche Probleme beim Fahrer in Betracht.

Tempo 30 in Berlin gefordert

Zu der Mahnwache hatten die Vereine FUSS, Verkehrsclub Deutschland (VCD) und Changing Cities aufgerufen. Sie forderten Tempo 30 in der ganzen Stadt, eine autofreie Innenstadt und eine Ombudsperson für Verkehrsunfallopfer. "In der Regel sind es Autos, die töten im Verkehr", sagte Heiner von Marschall, der Vorsitzende des VCD Nordost. Auf Transparenten forderten Teilnehmer "Motorisierte Gewalt stoppen" und kritisierten "motorisierte Mordwerkzeuge".

Das SUV (Sports Utility Vehicle), hatte einen drei Jahre alten Jungen, eine 64-Jährige Frau - nach unbestätigten Informationen die Großmutter des Kleinkinds - sowie zwei Männer im Alter von 28 und 29 Jahren tödlich verletzt. Am Unfallort legten den ganzen Samstag über Menschen Blumen, Karten und Kuscheltiere ab und stellten Kerzen auf.

(an/dpa)

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