Symbolbild: epa/Miguel Gutierrez

Maduro wischt UN-Kritik beiseite

12.7.2019 22:44 Uhr

Die Regierung in Venezuela hat den jüngsten Bericht der Vereinten Nationen über die Menschenrechtslage in dem südamerikanischen Land zurückgewiesen. "Sie haben einen Report vorgelegt, der falsche Behauptungen sowie Manipulationen erhält und nicht ausgewogen ist", schrieb Präsident Nicolás Maduro in einem am Freitag veröffentlichten Brief an die UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet.

"Ihr Bericht liegt leider auf der Linie der von Washington medial und politisch aufgezwungenen Erzählung von einer angeblichen diktatorischen Regierung und einer humanitären Krise, die eine Intervention rechtfertigen soll."

Kampf Maduro vs. Guaido

Nach einem Besuch von Bachelet in dem Krisenstaat hatten die Vereinten Nationen zuletzt die Regierung in Caracas dazu aufgefordert, die schweren Menschenrechtsverletzungen zu beenden. Die Sicherheitskräfte seien verantwortlich für willkürliche Festnahmen und Folter von Oppositionellen und die Anwendung übertriebener Gewalt bei Demonstrationen, hieß es in dem Bericht des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte. Die Regierung verfolge eine Strategie, um politische Gegner zu unterdrücken und zu kriminalisieren.

Seit Anfang des Jahres liefert sich Staatschef Maduro einen erbitterten Machtkampf mit dem selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó. Zahlreiche Oppositionelle sitzen in Haft, Millionen Venezolaner haben das Land verlassen.

(an/dpa)

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