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Maduro will 30 Tage lang Strom rationieren

1.4.2019 8:11 Uhr

Immer wieder hat der südamerikanische Krisenstaat mit Stromausfällen zu kämpfen. Der Grund, weshalb die Arbeitstage bereits um 14.00 Uhr enden und die Schulen geschlossen bleiben. Jetzt will Venezuelas Staatschef Nicolas Maduro den Strom 30 Tage lang rationieren.

Der Linksnationalist sagte am Sonntag im Staatsfernsehen, es müsse ein "Gleichgewicht" zwischen Produktion, Transport und Verbrauch von Strom im ganzen Land hergestellt werden. Der Schwerpunkt solle darauf liegen, die Wasserversorgung sicherzustellen.

Maduro räumte ein, dass viele Venezolaner seine im Fernsehen und Radio übertragene Ansprache nicht verfolgen können - weil sie am Sonntagabend wieder einmal ohne Strom waren.

Schulen bleiben geschlossen

In Venezuela ist es seit Anfang März wiederholt zu massiven Stromausfällen gekommen, die weite Teile des südamerikanischen Krisenstaates lahmlegten. Maduro führt die Stromausfälle auf "Sabotage" der Opposition und der USA zurück. Oppositionsführer Juan Guaido macht dagegen die Regierung, fehlende Wartung der Infrastruktur und Missmanagement für die Probleme verantwortlich.

Vor Maduros Ankündigung von Stromrationierungen hatte Kommunikationsminister Jorge Rodriguez angesichts der Versorgungsengpässe eine Verkürzung der Arbeitstage bekanntgegeben. In Unternehmen und Behörden soll der Arbeitstag demnach fortan um 14.00 Uhr enden. Die Schulen sollen weiterhin geschlossen bleiben. Die Maßnahmen seien notwendig, um eine stabile Stromversorgung sicherzustellen, sagte Rodriguez.

Erneute Demonstrationen wegen der Stromausfälle

Venezuela steckt in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise mit akuten Versorgungsengpässen. Obwohl das südamerikanische Land über die weltgrößten Erdölvorkommen verfügt, gab es in den vergangenen Wochen immer wieder massive Stromausfälle.

Am Sonntag gab es in der Hauptstadt Caracas erneut Demonstrationen wegen der Stromausfälle. Nach Angaben von Demonstranten und Menschenrechtsorganisationen attackierten an manchen Orten bewaffnete Gruppen von Maduro-Unterstützern die protestierenden Menschen.

(sis/afp)

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