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Maduro lässt Grenze zu Kolumbien wieder öffnen

8.6.2019 11:17 Uhr

Nach Monaten lässt Venezuelas Präsident Maduro die Grenze zum Nachbarland Kolumbien wieder öffnen. Diese hatte er schließen lassen, um Hilfslieferungen aus den USA zu blockieren.

Maduro habe für Samstag die Öffnung der Grenzübergänge im Bundesstaat Tachira angeordnet, teilte er am Freitag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Ob die Brücken an der Grenze wieder für Transporte freigegeben sind, blieb unklar. In der Region hatte die internationale Gemeinschaft Anfang des Jahres humanitäre Hilfe zusammengetragen, die von Caracas zurückgewiesen worden war. Maduro hatte im Februar die vollständige Schließung der Grenzen nach Kolumbien und Brasilien angeordnet. Hintergrund war der Versuch des selbsternannten Übergangspräsidenten Juan Guaidó, gegen den Willen der Regierung in Caracas Hilfsgüter vor allem aus den USA über die kolumbianische und die brasilianische Grenze ins Land zu bringen. Dies scheiterte am Widerstand regierungstreuer Sicherheitskräfte. Bei Zusammenstößen wurden sieben Menschen getötet.

Versorgungsengpässe im Land

In dem südamerikanischen Land herrscht trotz seines Ölreichtums eine Wirtschaftskrise mit akuten Versorgungsengpässen. Deshalb überqueren täglich zahlreiche Venezolaner illegal die Grenze nach Kolumbien, um sich dort mit Lebensmitteln zu versorgen. In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Maduro und Parlamentspräsident Guaidó. Guaidó wird von mehr als 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt, darunter die USA und Deutschland. Der Linksnationalist Maduro kann bislang auf die Unterstützung großer Teile der Armee sowie Russlands, Chinas und Kubas zählen.

(be/afp)